Minister: Weiterer Schritt zum
Ausbau des Produktionsstandortes
Waschmittelwerk Genthin investiert 50 Mio. Euro in neue Anlage / Haseloff
übergibt Fördermittelbescheid
01.04.2010, Magdeburg – 52
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 052/10
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 052/10
Magdeburg, den 1. April 2010
Minister: Weiterer Schritt zum
Ausbau des Produktionsstandortes
Waschmittelwerk Genthin investiert 50 Mio. Euro in neue Anlage / Haseloff
übergibt Fördermittelbescheid
¿Ich bin hocherfreut darüber, dass gut
ein Jahr nach der konzertierten Aktion
des Unternehmens Henkel und des Wirtschaftsministeriums zur Rettung des
Produktionsstandortes Genthin nun mit der Investition
durch die Waschmittelwerk Genthin GmbH ein
neuer Schritt zur Sicherung und zum Ausbau des Standortes getan wird. Sie ist
ein weiterer Beleg dafür, dass Genthin ein Industriestandort mit Zukunft
bleibt.¿ Das sagte heute in Genthin (Jerichower Land) Wirtschaftsminister
Dr. Reiner Haseloff bei der Grundsteinlegung für die Tensidanlage durch die
Waschmittelwerk Genthin GmbH und der Übergabe des Fördermittelbescheides
an das Unternehmen. Bis Ende 2010 wird das Unternehmen, eine neu gegründete
Tochter der börsennotierten HANSA GROUP AG, am Standort Genthin nach
Firmenangaben rund 50 Millionen Euro nicht nur in die neue Tensidanlage,
sondern auch in Anlagenteile in der Waschmittelproduktion und neue Tanks
investieren und damit etwa 130 Arbeitsplätze schaffen bzw. sichern.
¿Der Bau der Tensidanlage wird die Bedeutung des
Produktionsstandortes Genthin für die HANSA GROUP AG weiter erhöhen¿, erklärte der
Vorstand des Unternehmens, Thomas Pfisterer . Die direkte Nachbarschaft
zu den Produktions- und Abfülllinien für Wasch- und Reinigungsmittel biete
hervorragende Möglichkeiten zum Ausbau der Wertschöpfungskette. ¿Unser Ziel ist
es, möglichst viele profitable Glieder dieser Wertschöpfungskette im eigenen
Haus zu haben und entsprechende Synergieeffekte zu nutzen¿, sagte Pfisterer weiter.
Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Tensidanlage voraussichtlich noch in
diesem Jahr rechnet die HANSA GROUP AG in Genthin ¿dauerhaft mit einem
Umsatzzuwachs im substanziellen Millionenbereich und attraktiven Margen.¿
Pfisterer: ¿Ich bin überzeugt davon, dass der Standort Genthin mit der
Tensidanlage und den Abfüllanlagen künftig eine herausragende Rolle in der
Unternehmensentwicklung spielen wird.¿
Im Werk Genthin können heute pulverförmige und
flüssige Wasch-, Spül-, Reinigungs- und Wäschenachbehandlungsmittel sowie
Tensid-Granulate hergestellt werden. Die Produktionsanlagen erlauben die
Herstellung unterschiedlichster Produktvarianten und die Erfüllung
individueller Kundenwünsche. In der Granulieranlage werden im
Wirbelschichtverfahren schüttfähige Compounds und Granulate z.B. aus
Tensidpasten und anderen Rohstoffen für die Waschmittel-Produktion hergestellt.
An der Finanzierung des Vorhabens waren neben dem
Land auch die NORD/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt und die in Burg ansässige
Sparkasse Jerichower Land beteiligt. ¿Wir freuen uns, dass das gemeinsame
Engagement von Sparkasse, Investitionsbank und Landesbank dazu beiträgt, einen
so traditionsreichen Unternehmensstandort und 130 Arbeitsplätze zu erhalten¿,
erklärte Dr. Hinrich Holm, Vorstandsmitglied der NORD/LB .
Hintergrund
Im Juli 2008 hatte Henkel vor dem
Hintergrund dramatisch gestiegener Transportkosten bekanntgegeben, die deutsche
Produktion von Flüssigwaschmitteln in Düsseldorf zu konzentrieren und bis Ende
2009 am Standort Genthin aufzugeben. Henkel wollte mit diesem Schritt die Auslastung
seiner Produktionskapazitäten weiter optimieren und die Wirtschaftlichkeit bei
der Herstellung von Waschmitteln wesentlich verbessern. Ebenfalls bereits im
Juli 2008 war mit dem Land Sachsen-Anhalt eine Projektgruppe, bestehend aus
Vertretern von Henkel und des Wirtschaftsministeriums, eingerichtet worden. Diese
hatte zum Ziel, mögliche Investoren zu finden, die den Standort Genthin
insgesamt langfristig sichern sollen. Am 27. April 2009 konnte dann die
Einigung mit den neuen Investoren zur Weiternutzung des Henkel-Standortes
bekannt gegeben werden. Zu den Investoren gehören neben der HANSA GROUP AG und ihrer Tochter, der Waschmittelwerk
Genthin GmbH, die Qualifizierungs- und
Strukturförderungsgesellschaft Genthin (QSG), das Unternehmen ReFood sowie IMB (Ingenieurbüro
Matthias Barth).
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