Gesprächskreis der
Friedrich-Ebert-Stiftung
Ministerpräsident Böhmer: Osten kann stolz auf Erreichtes sein/ Realistische
wirtschaftliche Ziele setzen
30.03.2010, Magdeburg – 158
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 158/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 158/10
Magdeburg, den 30. März 2010
Gesprächskreis der
Friedrich-Ebert-Stiftung
Ministerpräsident Böhmer: Osten kann stolz auf Erreichtes sein/ Realistische
wirtschaftliche Ziele setzen
¿Wir können in Ostdeutschland stolz auf das Erreichte sein
und sollten uns realistische wirtschaftliche Ziele für die Zukunft setzen.
Einerseits haben die neuen Länder eine beachtliche Aufholjagd gegenüber dem
Westen vorzuweisen. Andererseits besteht noch ein gravierender wirtschaftlicher
Rückstand zu den alten Bundesländern, die seit 1990 ebenfalls deutliche
Zuwächse erwirtschaftet haben.¿ Das sagte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang
Böhmer heute in Leipzig im Rahmen des Gesprächskreises der Friedrich-Ebert-Stiftung
¿Zukunft mit Ostdeutschland¿. Thema der heutigen Veranstaltung: ¿Ist der Westen
Maßstab für den Osten? ¿ Perspektiven für eine selbsttragende Wirtschaftsentwicklung
in Ostdeutschland¿.
¿Aus schwierigen Anfängen mit dem Zusammenbruch der
Industrie und einem künstlichen Boom der Bauwirtschaft haben wir in
Ostdeutschland viel erreicht. Nach einer langen Durststrecke ist die Industrie
dynamisch gewachsen. Alteingesessene Firmen haben sich behauptet oder sind
expandiert. Renommierte Firmen aus dem In- und Ausland haben besonders die
mitteldeutsche Region als zukunftsträchtigen Industriestandort entdeckt. Mit
den Chemieparks haben wir in Sachsen-Anhalt ein Modell entwickelt, das auch
anderswo Resonanz gefunden hat¿, erklärte der Regierungschef.
Pauschale Ost-West-Vergleiche bezeichnete Böhmer als
fragwürdig: ¿Inzwischen haben sich die Regionen im Osten, auch innerhalb der
Ländergrenzen, stark differenziert. In Sachsen-Anhalt entwickelt sich der Bördekreis
beispielsweise viel besser als der Landkreis Mansfeld-Südharz, in Sachsen der
Raum Dresden viel besser als das Erzgebirge. Darüber hinaus gibt es auch schon
Regionen im Osten mit einer größeren Arbeitsplatzdichte als einzelne Regionen
im Westen.¿
¿Verwirklichung der deutschen Einheit kann nicht bedeuten,
dass in Ost und West gleiche wirtschaftliche Verhältnisse herrschen und im
Osten alles so gemacht wird wie im Westen. Den Osten gibt es genauso
wenig wie den Westen. Entsprechend den Bedingungen in den einzelnen Regionen
müssen individuelle Entwicklungsziele ausgemacht und mit ideenreichen Konzepten
verfolgt werden¿, betonte Böhmer.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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