Und schon wieder
Google-Street-View?
26.03.2010, Halle (Saale) – 22
- Landesverwaltungsamt
Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 022/10
Landesverwaltungsamt -
Pressemitteilung Nr.: 022/10
Halle (Saale), den 8. März 2010
Und schon wieder
Google-Street-View¿
Auf der diesjährigen Cebit in Hannover war auch der
umstrittene Onlinedienst Google Street-View vertreten. Dadurch tritt die seit
Jahren in Deutschland geführte Diskussion über Sinn oder Unsinn dieser
Innovation wieder in den Mittelpunkt datenschutzrechtlicher Kritik.
Google befährt seit dem Jahre 2008 die Straßen der Städte
und Gemeinden in Deutschland mit Fahrzeugen, auf denen sich Kameras befinden,
um Straßenpanoramen für den Internetdienst Google Street-View aufzunehmen. Seit
dem vergangenen Jahr wurden die Fahrzeuge auch in Sachsen-Anhalt gesichtet. Es
wird von dem Unternehmen beabsichtigt, die Bilder ab diesem Jahr für jeden
sichtbar ins Internet einzustellen. Dabei bietet z. B. ein von Google unkenntlich
gemachtes Kfz-Kennzeichen keine Gewähr für eine personenbezogene
Nicht-Identifizierbarkeit: Ort, Automodell, individuelle Ausstattungsmerkmale
können Rückschlüsse auf den Halter zulassen. Hier sind die Datenschutzbehörden
im nicht-öffentlichen Bereich gefordert, diejenigen zu beraten, die ihre Daten
nicht preisgeben wollen.
Damit die Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Rechte
wahren können, hat das Landesverwaltungsamt als erste Datenaufsichtsbehörde in
Deutschland Mitte letzten Jahres ein Online-Formular entwickelt, mit dem sich
die Nutzung der Daten verhindern lässt. Kaum wurde es im Juni 2009 ins Netz
gestellt (www.landesverwaltungsamt.sachsen-anhalt.de),
gab es Zugriffe auf das Formular und Anfragen von Buxtehude bis
Garmisch-Partenkirchen. Insgesamt wurde bisher schon über 6000-mal auf das
Formular zugegriffen, wobei sich die Anzahl der täglichen Zugriffe in den
letzten Monaten mehr als verdoppelt hat. Sogar das Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat das Muster des
Landesverwaltungsamtes für ein eigenes Formular verwandt, welches seit Mitte Februar
2010 auf der Homepage des Ministeriums (www.bmelv.de)
abgerufen werden kann.
¿Unsere Aufgabe ist es¿, so der Präsident des
Landesverwaltungsamtes Thomas Leimbach, ¿die Bürgerinnen und Bürger über ihre
Rechte aufzuklären und ihnen behilflich zu sein, diese wahrzunehmen. Jeder soll
unkompliziert in die Lage versetzt werden, selbstbestimmt über die Verwendung
seiner persönlichen Daten zu entscheiden.¿
Impressum:
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Pressestelle
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