Landesverwaltungsamt setzt EU-Richtlinie
um:
26.03.2010, Halle (Saale) – 42
- Landesverwaltungsamt
Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 042/10
Landesverwaltungsamt -
Pressemitteilung Nr.: 042/10
Halle (Saale), den 25. März 2010
Landesverwaltungsamt setzt EU-Richtlinie
um:
¿EU-Dienstleistungsrichtlinie ¿ ein Angebot auch für
sachsen-anhaltische Unternehmen¿
14 Vertreter verschiedener
Wirtschaftskammern Sachsen-Anhalts, des Landkreistages, des Städte- und
Gemeindebundes sowie weiterer Institutionen waren in der letzten Woche der
Einladung des Vizepräsidenten des Landesverwaltungsamtes, Peter Kuras, nach
Halle (Saale) gefolgt, um gemeinsam darüber zu beraten, wie die seit Ende
vergangenen Jahres in Kraft getretene EU-Dienstleistungsrichtlinie effizient
umgesetzt werden kann. Dabei ging es diesmal besonders um Hilfen für kleine und
mittlere Unternehmen des Sektors aus Sachsen-Anhalt.
Die
Dienstleistungsrichtlinie ist ein zentrales Instrument zur Durchsetzung des
einheitlichen EU-Binnenmarktes. Eine wesentliche Vorgabe der EU ist dabei die
Schaffung sog. ¿Einheitlicher Ansprechpartner¿ als zentrale Anlaufstellen für
Dienstleistungsunternehmen, die ihnen hilft, die Komplexität nationaler und
regionaler Zuständigkeiten zu bewältigen.
¿Einheitlicher
Ansprechpartner¿ für das Land Sachsen-Anhalt ist das Landesverwaltungsamt. In
einer hier eingerichteten Koordinierungsstelle laufen seit dem 28.12.2009 alle
Fäden zusammen.
Um allen Ansprüchen
gerecht zu werden, ist eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen
Behörden, Kammern und Kommunen notwendig. ¿Das ist wichtig¿, so Peter Kuras,
Vizepräsident des Landesverwaltungsamtes, ¿um Sachsen-Anhalt noch interessanter
für Dienstleistungsunternehmen aus anderen Ländern zu machen. Aber die
europäische Dienstleistungsrichtlinie ist auch eine Chance für
sachsen-anhaltische Unternehmen!¿, so Vizepräsident Kuras weiter. ¿Einheitliche
Ansprechpartner gibt es in allen europäischen Ländern. Wir stellen gern den
Kontakt her, beraten und vermitteln, um Ansiedlungen sachsen-anhaltischer
Dienstleister in anderen Bundesländern oder im europäischen Ausland zu
befördern.¿ So könne die wirtschaftliche Basis gestärkt und auch zusätzliche
Arbeitsplätze geschaffen werden. Er appellierte an die Vertreter der Kammern,
ihre Mitgliedsunternehmen über die neuen Möglichkeiten zu informieren.
Fallbeispiele für solche
Chancen lieferte Katharina Berger vom Euro Info Centre Magdeburg. Das Euro-Info
Centre ist Teil eines europäischen Beratungsnetzwerks für kleine und mittlere
Unternehmen. ¿Das größte Problem war bislang, dass die örtlichen
Verantwortlichkeiten nicht bekannt waren.¿
Die ¿Servicelandschaft für
Unternehmen¿ in Sachsen-Anhalt muss weiter ausgebaut werden, darin waren sich
alle Beteiligten der Beratung einig. In den kommenden Monaten sollen bei
weiteren Zusammenkünften die noch bestehenden Hürden schrittweise abgebaut
werden.
Hintergrund:
Die EU-Dienstleistungsrichtlinie
bezweckt, Hemmnisse für Dienstleister im europäischen Binnenmarkt zu
beseitigen. So sollen zahlreiche weitere Arbeitsplätze im
Dienstleistungsgewerbe geschaffen werden. Nach der Eu-Dienstleistungsrichtlinie
sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, sogenannte ¿Einheitliche
Ansprechpartner¿ einzurichten. Über diese Einrichtungen können Informationen
eingeholt und notwendige Genehmigungsverfahren abgewickelt werden. In
Deutschland kommt dieser Service auch den inländischen Dienstleistern zugute.
In Sachsen-Anhalt ist das Landesverwaltungsamt als ¿Einheitlicher
Ansprechpartner¿ bestimmt worden.
Seit dem 28.12.2009 haben
Dienstleister und Unternehmen aus allen EU/EWR-Staaten und dem Inland die
Möglichkeit, Behördengänge in Sachsen-Anhalt abzuwickeln, ohne selbst von
Behörde zu Behörde gehen und viel Zeit investieren zu müssen. Der EA ist dabei
Verfahrensbegleiter und Lotse, informiert, nimmt Anträge und Unterlagen
entgegen, leitet sie an die zuständigen Stellen weiter, überwacht Fristen und
wickelt die gesamte Verfahrenskorrespondenz zwischen Unternehmen und
zuständigen Behörden ab.
Impressum:
Landesverwaltungsamt
Pressestelle
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Tel: +49 345 514 1246
Fax: +49 345 514 1477
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