Landesentwicklungsminister Daehre
beruft Demografiebeirat
04.03.2010, Magdeburg – 12
- Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:
012/10
Ministerium für Landesentwicklung
und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 012/10
Magdeburg, den 4. März 2010
Landesentwicklungsminister Daehre
beruft Demografiebeirat
Heute (ab 13 Uhr) findet
in Magdeburg die konstituierende Sitzung des künftigen Demografie-Beirates
Sachsen-Anhalt statt. Insgesamt 13 Personen von unterschiedlichen Institutionen
erhalten ihre Berufungsurkunden. ¿Der demografische Wandel ist eine der größten
Herausforderungen für die künftige Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt dar¿,
sagte Sachsen-Anhalts Landesentwicklungsminister Dr. Karl-Heinz Daehre im
Vorfeld der Veranstaltung.
Mit Hilfe des Beirates
sollen neue Lösungsansätze entwickelt werden, damit entsprechende
Rahmenbedingungen geschaffen und so die Ziele der Landesregierung hinsichtlich
der gleichwertigen Lebensverhältnisse und der Daseinsvorsorge verwirklicht
werden können.
Folgende Personen werden
in den Beirat berufen:
Prof. Dr. Gunter
Steinmann (MLU Halle-Wittenberg;
Volkswirt)
Prof. Dr. Steinmann hat
sich vor allem aus volkswirtschaftlicher Perspektive mit dem Kindermangel
beschäftigt, den er qualitativ und quantitativ untersuchte und in einen
Zusammenhang zu ¿demografischen Prognosen¿ stellte. U. a. hat er die
Bundesratsinitiative zum ¿Familiensplitting¿ inhaltlich begleitet. Er hat das
Buch ¿Kindermangel in Deutschland¿ geschrieben und beschäftigt sich intensiv
mit dem Thema ¿Demografischer Wandel¿ unter ökonomischen Aspekten.
Prof. Dr. Norbert
Walter (ehem. Chef-Volkswirt der
Deutschen Bank)
Prof. Dr. Walter gestaltet
seit Jahrzehnten den Diskurs um einen zukunftsorientierten Wirtschafts- und
Lebensraum Deutschland maßgeblich mit. Er ist ein profilierter Volkswirt und
ein exzellenter Kommunikator, wie bei öffentlichen Veranstaltungen z. B. der
Konrad-Adenauer-Stiftung im ¿Forum Zukunft¿ festzustellen war, wo er zum Thema
¿Demografischen Wandel¿ umfassend berichtete und einen überregionalen Bezug
herstellte.
Prof. Dr. Herwig Birg (Bevölkerungswissenschaftler)
Bis 2004 hatte er den
Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft an der Uni Bielefeld inne und war
geschäftsführender Direktor des Instituts für Bevölkerungsforschung und
Sozialpolitik (IBS). Pof. Dr. Birg war zudem Präsident der Deutschen
Gesellschaft für Demografie. Neben seiner Tätigkeit als Forscher und Autor ist
er auch als Berater für Wirtschaft, Verbände und öffentliche Auftraggeber tätig
und ein gefragter Vortragsredner. Der Demografieexperte will wachrütteln und
Mut machen. Für ihn sind Familie und Bildung die einzigen, die die demografische
Abwärtsspirale aufhalten können. Er plädiert für ein Familienwahlrecht genauso
wie für bessere Berufschancen für Mütter, um das Überleben der deutschen
Gesellschaft zu sichern. Prof. Dr. Birg gilt als einer der profiliertesten
Demografen Deutschlands überhaupt.
Dr. Bernhard Heinrichs (Vizepräsident der Akademie für Raumforschung und
Landesplanung - ARL)
Dr. Heinrichs hat etwa 15
Jahre die Abteilung Raumordnung und Landesentwicklung in Mecklenburg Vorpommern
geleitet und ist vor wenigen Monaten in den Ruhestand getreten. Da Mecklenburg
Vorpommern ähnlich stark vom demografischen Wandel betroffen ist wie
Sachsen-Anhalt, könnte Dr. Heinrichs somit seine Erfahrungen einbringen. In der
Funktion als Vizepräsident und künftiger Präsident der ARL könnte er dem Beirat
den raumordnerischen Zugang sichern und das Potenzial der Akademie für
Sachsen-Anhalt erschließen.
Prof. Philipp Oswalt (Direktion Stiftung Bauhaus Dessau)
Der Berliner Architekt ist
seit März 2009 Direktor der Stiftung Bauhaus in Dessau. Oswalt war Redakteur
der Zeitschrift ARCH+ und organisierte Symposien, Workshops und Vortragsreihen
an der TU Berlin. Er war Mitarbeiter im Büro von Rem Koolhaas, Gründer des
Forschungsprojekts ¿urban Catalyst¿ (2001 ¿ 2003), leitender Kurator des
Projekts ¿Schrumpfende Städte¿ der Bundeskulturstiftung (2002 ¿ 2006) und
Mitarbeiter des Projekts ¿ZwischenPalastNutzung¿, das die künstlerische
Bespielung der Ruine des Berliner Palasts der Republik organisierte. Von ihm wird
erwartet, dass er städtebauliche Fragen in den Beirat mit einbringt und das
Potenzial des Bauhauses für das Land Sachsen-Anhalt nutzbar macht.
Dr. Michael Schädlich (Geschäftsführer des isw gGmbH)
Das isw ist der
anwenderorientierten und interdisziplinären Wirtschafts-, Bildungs- und Technologieforschung
verpflichtet. Geografische Schwerpunkte der Forschungstätigkeit sind das
Bundesland Sachsen-Anhalt, die Freistaaten Sachsen und Thüringen - insbesondere
der länderübergreifende Mitteldeutsche Wirtschaftsraum. Darüber hinaus
realisiert das isw Forschungsprojekte in verschiedenen deutschen Regionen und
im Rahmen der EU. Das isw arbeitet mit dem MLV und anderen Ressorts seit vielen
Jahren intensiv zusammen. Das dabei angesammelte Know How könnte durch Dr.
Schädlich in den Beirat mit eingebracht werden.
Dr. Bernd Rittmeier (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung)
Dem Wunsch des Ministers
entsprechend einen Vertreter des Bundes mit einzubeziehen, wurde hiermit
entsprochen. Dr. Rittmeier war Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und ist jetzt als Leiter der Projektgruppe
Demografischer Wandel tätig. Er ist u. a. für das BMVBS-Modellvorhaben
¿Demografischer Wandel ¿ Region schafft Zukunft¿ verantwortlich, das grenzübergreifend
in der Region Südharz/ Kyffhäuser von 2007 bis 2009 lief.
Carmen Niebergall (Landesgeschäftsführerin Sachsen-Anhalt BWA Bundesverband
für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft Global Economic Network e.V.)
Der Bundesverband für
Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft setzt sich dafür ein, dass der
Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiv wird für in- und ausländische
Investoren. Er bricht erstarrte Strukturen auf und verbindet Wirtschaft,
Wissenschaft, Politik und Kultur. Die Kontakte und Erfahrungen von Frau
Niebergall könnten im Hinblick auf Gleichstellungsfragen u. ä. für den Beirat
von großem Nutzen sein.
Katja Albrecht (ev. Kirche Mitteldeutschland)
Frau Albrecht setzt sich
als Vertreterin der evangelischen Kirche für die Stärkung von Familien, deren Lebensraum,
der Wahrnehmung ihrer Erziehungskompetenzen und der Wertevermittlung ein. Als
Vertreterin der Kirche ist sie mit diesem Thema bestens für eine Mitarbeit im
Beirat geeignet. Zudem ist sie Aktionsmitglied in der Arbeitsgruppe
Demografischer Wandel.
Reinhard Grütz (Familienbund, Bistum Magdeburg)
Dr. Grütz setzt sich als
Vertreter der katholischen Kirche für die Stärkung von Familien, deren
Lebensraum, der Wahrnehmung ihrer Erziehungskompetenzen und der
Wertevermittlung ein. Als Vertreter der Kirche ist er mit diesem Thema bestens
für eine Mitarbeit im Beirat geeignet. Außerdem ist Dr. Grütz Geschäftsführer
der "Stiftung netzwerk leben" und Aktionsmitglied in der
Arbeitsgruppe Demografischer Wandel.
Dieter Klein (Projekt 3 e. V., 1. Vorsitzender)
Zwischen ihm und dem MLV
bestehen seit Jahren intensive Arbeitskontakte. Er hat gute Modellprojekte zum
Thema ¿Wohnen im Alter¿ ins Leben gerufen, die beispielgebend für die Zukunft
sein dürften. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die gute Versorgung der Älteren zu
akzeptablen Kosten für die Gesellschaft. Deshalb unterstützt er alle Bemühungen,
durch Hilfe zur Selbsthilfe das möglichst lange Leben in den eigenen vier
Wänden zu ermöglichen.
Dr. Jörn Weinert (Geschäftsführer Landesheimatbund
Sachsen-Anhalt e.V.)
Dr. Weinert befasst sich
als Geschäftsführer des Landesheimatbundes mit den wichtigen Haltefaktoren:
Fragen der Identität, Blick zur Heimat, Pflege alter Bausubstanz, Brauchtum. Er
ist hinsichtlich dieser Themen für den Beirat von besonderer Bedeutung. Zudem
ist er Aktionsmitglied in der Arbeitsgruppe Demografischer Wandel.
Impressum:
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Pressestelle
Turmschanzenstraße 30
39114 Magdeburg
Tel: (0391) 567-7504
Fax: (0391) 567-7509
Mail:
presse@mlv.sachsen-anhalt.de
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