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Sachsen-Anhalt will Großtrappen
im Fiener Bruch schützen
Aeikens: Mit neuem Flächenmanagement Überleben sichern

03.03.2010, Magdeburg – 37

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

037/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 037/10

 

 

 

Magdeburg, den 3. März 2010

 

 

 

Sachsen-Anhalt will Großtrappen

im Fiener Bruch schützen

Aeikens: Mit neuem Flächenmanagement Überleben sichern

 

 

 

Magdeburg. Die Großtrappen im Fiener Bruch sollen

bessere Lebensbedingungen bekommen. Dazu wird im Fiener Bruch (Jerichower Land)

über Flächenmanagement ein Mosaik unterschiedlich landwirtschaftlich bewirtschafteter

Flächen geschaffen.  Sachsen-Anhalt stelle sich auch weiterhin der Verantwortung für die Großtrappen, sagte heute in Magdeburg  Landwirtschafts- und

Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens. Der 3 März ist Tag des Artenschutzes. Aeikens: ¿Noch gibt es eine Chance für Großtrappen. Doch ohne geeignete

Schutzmaßnahmen kann sie nicht überleben.¿ Dabei ist das Fiener Bruch, die

Belziger Landschaftswiesen und das westliche Havelland bei Rathenow (beide Land Brandenburg) insgesamt als Überlebensraum für die Großtrappe zu sehen. Mit einem

verbesserten Flächenmanagement  im Fiener Bruch können der Lebensraum gesichert

und die Bemühungen des Landes Brandenburg und des Fördervereins Großtrappenschutz

vor allem durch die Landkreisverwaltung und die Landbewirtschafter im

Jerichower Land unterstützt werden.

 

Da

Großtrappen äußerst sensibel auf Veränderungen reagieren und eine enge und

langfristige Bindung an ihren Lebensraum haben, gibt es keine Alternative zum

Schutz dieses Lebensraums. Die jungen Großtrappen brauchen geeignete Flächen

für die Nahrung und zur Aufzucht. Hier hilft das Flächenmanagement, über das

die Bereitstellung entsprechender Flächen gesichert wird.  Das

Flächenmanagement soll über Agrarumweltförderprogramme mitfinanziert werden. Ziel ist es, die Landbewirtschafter im Fiener Bruch für die Umsetzung dieses Flächenmanagements

zu gewinnen und sie dabei zu beraten. Das soll bei der Landkreisverwaltung

durch einen Trappenschutzkoordinator erfolgen, so Aeikens. Darüber hinaus soll

ein im Naturschutzgebiet bereits als Schutzraum für Großtrappen eingezäuntes

Areal auf ca. 20 Hektar erweitert werden. Dort können dann Großtrappenhennen

geschützt vor Füchsen und Wildschweinen im Frühjahr brüten und ihre Küken aufziehen.

 

 

Die

Großtrappe zählt mit einem Gewicht von bis zu 18 Kilogramm und einer

Flügelspanne bis zu 2.60 Metern sowie eine Höhe von bis zu 104 Zentimetern zu den schwersten flugfähigen Vögeln. Sie können bis zu 20 Jahre alt werden. Die Großtrappe besiedelt in Europa meist nur noch inselhaft Gebiete zwischen Spanien und Ungarn. Zu

den letzten Rückzugsgebieten in Deutschland zählen das Havelländische Luch, die Belziger Landschaftswiesen (beide Land Brandenburg) und das Fiener Bruch. In diesen Gebieten leben heute nur noch ca. 100 Großtrappen. Vor

70 Jahren lebten 4.000 Großtrappen in Deutschland.

 

Der Tag des Artenschutzes wird seit 1973 am 3. März begangen. Er soll auf vom

Aussterben bedrohte wildlebende Tiere und Pflanzen verweisen und für deren Schutz sensibilisieren. Sachsen-Anhalt unterstützt den Artenschutz unter anderem in der Biodiversitätsstrategie des Landes.

 

 

 

Impressum:

 

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