Statistik der politisch
motivierten Kriminalität 2009 der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord
02.03.2010, Magdeburg – 8
- Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord
Polizeidirektion Nord - Pressemitteilung Nr.: 008/10
Polizeidirektion Nord -
Pressemitteilung Nr.: 008/10
Magdeburg, den 2. März 2010
Statistik der politisch
motivierten Kriminalität 2009 der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord
- Politisch
motivierte Straftaten geringfügig angestiegen
- Rechte
und Linke Gewaltstraftaten leicht rückläufig
Insgesamt
ist die Zahl der politisch motivierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um
4,2% auf 1097 Delikte (2008: 1053 Delikte) angestiegen, womit sich der
langfristig zu verzeichnende Trend steigender Fallzahlen fortsetzt. Nach wie
vor nehmen bei der Gesamtkriminalität Propagandadelikte und politisch
motivierte Sachbeschädigungen den größten Anteil ein. Für diesen Deliktbereich
sind insgesamt 639 Fälle zu verzeichnen, was einem Anteil von 58,2% entspricht.
Die rechts motivierten Straftaten dominieren mit 75,9%. Damit stieg dieser
Anteil geringfügig um 0,4% auf 833 Delikte. Bei den Gewaltdelikten ist ein
Rückgang um 29 Fälle auf nunmehr 73 zu verzeichnen. Das entspricht einem
Rückgang um 28,4%.
Die
rechts motivierten Straftaten sind im Vergleich zu 2008 um 3 Fälle auf 833
Delikte angestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von 0,4%. Den Schwerpunkt
bilden die Propagandadelikte (610 Fälle), die um 3% angestiegen sind, sowie
politisch motivierte Sachbeschädigungen (68 Fälle), bei denen ein Anstieg von
36% zu verzeichnen ist. Die Zahl der Gewaltdelikte ist um 32,8% auf 41
Straftaten gesunken. Körperverletzungsdelikte sind hierbei um 31,9% und
Landfriedensbrüche um 60% gesunken.
Die
Aufklärungsquote der Gewaltdelikte erhöhte sich bei den rechts motivierten Straftaten
um 7,9% auf 86,3% gegenüber dem Vorjahr.
Die
Gesamtzahl der politisch motivierten Straftaten im Phänomenbereich Links ist im
Vergleich zum Jahr 2008 um 16 Delikte (9,6%) auf 183 angestiegen. Den
Schwerpunkt der links motivierten Straftaten bilden Sachbeschädigungen. Hier
ist ein Zuwachs von 25,5% auf 128 Delikte zu verzeichnen. Die Zahl der
Gewaltstraftaten ist um 6 Fälle auf 32 Delikte gesunken, was einem Rückgang von
15,8% entspricht. Die Körperverletzungsdelikte haben sich hierbei auf 24 Fälle
verdoppelt. Die registrierten Straftaten des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte
sind auf 3 Fälle gesunken.
Die
Aufklärungsquote der links motivierten Gewaltdelikte ist gegenüber dem Vorjahr
geringfügig um 0,3% auf 81,3% zurückgegangen. (mv)
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