Gefahrenpotential von
Nachterstedt ist der Landesregierung nicht seit langem bekannt
22.02.2010, Magdeburg – 27
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 027/10
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 027/10
Magdeburg, den 19. Februar 2010
Gefahrenpotential von
Nachterstedt ist der Landesregierung nicht seit langem bekannt
Aufgrund anhaltender Nachfragen zur
Berichterstattung des MDR zu angeblich neuen Erkenntnissen über das Unglück von
Nachterstedt weist das Wirtschaftsministerium noch einmal ausdrücklich auf folgende
Fakten hin:
Die Kabinettsbefassung von 1994 beinhaltete ein ¿Regionales
Teilgebietsentwicklungsprogramm für den Planungsraum Nachterstedt ¿Seeland¿¿. Solche
Teilgebietsentwicklungsprogramme, deren Erstellung gesetzlich vorgeschrieben
ist, wurden von der damaligen Landesregierung auch für andere Regionen in vergleichbarer
Weise erarbeitet.
In dem genannten Teilgebietsentwicklungsprogramm
wurde selbstverständlich auch auf den Altbergbau in der Region und die
Gefährdungen, wie sie in allen Altbergbauregionen vorkommen können,
eingegangen. Daraus resultierend wurden auf der Grundlage von Gutachten bergrechtliche
Betriebspläne zur Gefahrenabwehr und Sanierung durch die LMBV erstellt. Die
darin geforderten Sanierungsmaßnahmen wurden durch die LMBV umgesetzt.
Hinsichtlich der Böschung in Nachterstedt hatten Gutachter
der LMBV im Zuge des Sanierungsverfahrens festgestellt, dass lokale
Instabilitäten der Böschung während der Flutung keine schädlichen
Auswirkungen auf die Standsicherheit des Gesamtböschungssystems haben, so
die aktuelle Auskunft des vom Landesamt für Geologie und Bergwesen bestellten
Gutachters, Dr. Michael Clostermann.
Entgegen der MDR-Berichterstattung ist es mithin keineswegs
so, dass das Gefahrenpotential, das dem Erdrutsch von Nachterstedt
zugrunde lag, der Landesregierung ¿seit langem¿ bekannt war.
Im Übrigen wird auf die Aussage von Dr. Clostermann
auf der Pressekonferenz in Magdeburg am 1. Februar 2010 verwiesen, der von noch
nie dagewesenen Ursachenzusammenhängen beim Erdrutsch von Nachterstedt gesprochen
hat.
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