Allianz ländlicher Raum tagte in
Magdeburg
Aeikens: Breitbandausbau bleibt Schwerpunkt
27.01.2010, Magdeburg – 10
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:
010/10
Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 010/10
Magdeburg, den 27. Januar 2010
Allianz ländlicher Raum tagte in
Magdeburg
Aeikens: Breitbandausbau bleibt Schwerpunkt
Magdeburg. Der Breitbandausbau bleibt ein Schwerpunkt bei der
Stärkung des ländlichen Raumes in Sachsen-Anhalt. Darauf hat heute in Magdeburg
Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens bei der Beratung
der Allianz Ländlicher Raum hingewiesen. Außerdem hat die Allianz auf Vorschlag
von Aeikens die Überarbeitung der Leitlinien für die integrierte Entwicklung
des ländlichen Raumes aus dem Jahr 2006 beschlossen. Aeikens begründete seinen
Vorschlag damit, dass Themen wie Demografie, Flächenverbrauch und Klimaschutz
eine stärkere Berücksichtigung finden sollten. Eine Redaktionsgruppe soll bis
zur nächsten Sitzung im Mai 2010 den überarbeiteten Entwurf überarbeiten und
dann vorstellen.
Zum
Breitbandausbau sagte der Minister, dass bis Ende 2010 eine deutliche
Verbesserung in bisher unterversorgten Regionen angestrebt werde. Aeikens: ¿37
Millionen Euro stehen derzeit für den Ausbau des Breitbandinternets in
Sachsen-Anhalt bereit.¿ Schnelle Internetzugänge sind Teil einer modernen
Infrastruktur und davon darf der ländliche Raum nicht ausgeschlossen werden.
Unternehmen, der öffentliche Bereich wie Verwaltung und Schule sowie
Privathaushalte müssen auch außerhalb urbaner Zentren darauf zurückgreifen
können, so Aeikens.
Er
informierte, dass es gelungen ist, Mittel aus mehreren Förderprogrammen für
diese Vorhaben zusammen zu führen. Damit stehen Mittel aus der
Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) und aus dem
Konjunkturpaket II zur Verfügung. Sollte darüber hinaus weiterer Bedarf
bestehen, können Mittel aus dem Landwirtschaftsfonds ELER eingesetzt werden, so
Aeikens.
2009
konnten vier Breitbandprojekte im ländlichen Raum abgeschlossen und 38 Vorhaben
bewilligt werden. Seit Beginn der
Breitbandoffensive der Landesregierung im Mai 2009 haben in Sachsen-Anhalt
bisher insgesamt 95 Kommunen ihre Breitband-Ausbauabsichten öffentlich
bekundet, 68 Kommunen Fördermittel beantragt. 38 Kommunen haben davon bereits
Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt ca. 2,8 Millionen Euro erhalten. In
allen Regionen des Landes wurden Bewilligungen ausgesprochen, dies
unterstreicht die flächendeckende Notwendigkeit der Breitbandförderung im
gesamten Land, so Aeikens.
Mit
der Realisierung der derzeit vorliegenden kommunalen Breitbandprojekte können
ca. 143.000 Haushalte und 14.000 Unternehmen bzw. Gewerbetreibende Zugang zu
einem leistungsfähigen Internet erhalten. Derzeit streben 10 Kommunen die
Umsetzung von Funklösungen an, während für 58 Kommunen ein kabelgebundener
Ausbau des Breitbandnetzes realisiert werden kann.
Der
Minister lobte das Engagement der Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft
Beetzendorf-Diesdorf (Landkreis Salzwedel). Dort wurde nicht lamentiert,
sondern es wurden die dafür notwendigen personellen Voraussetzungen unter
Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten geschaffen um den zügigen
Ausbau des Breitbandnetzes voranzubringen. Er forderte alle Gemeinden auf, die
ihre Anträge bisher noch nicht eingereicht oder vervollständigt haben, aktiv zu
werden. Aeikens: ¿Wer seine Kommune voran bringen will, muss jetzt handeln und
die Breitbandoffensive der Landesregierung nutzen.¿ Für Interessenten stehen
die Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ÄLFF) als
Ansprechpartner bereit. Außerdem könnten die Kommunen fachliche Hilfe durch
Berater des Landes erhalten, so Aeikens.
Die Allianz
ländlicher Raum wurde in Sachsen-Anhalt 22.02.2005 unter Vorsitz des
Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt gegründet. Ziel der Allianz ist die
Wirtschaftskraft im ländlichen Raum zu verbessern, eine Umkehr der Abwanderung
vornehmlich junger Leute aus den Dörfern zu bewirken, die kommunale
Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zu stärken und für einen zukunftsweisenden
Natur- und Umweltschutz einzutreten. Zu den Mitgliedern der Allianz zählen
neben den Fachministerien die Wirtschafts- und Sozialpartner sowie der
Landkreistag und der Städte- und Gemeindebund des Landes Sachsen-Anhalt
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