Schlusserklärung zum SOLARGIPFEL
OST
27.01.2010, Magdeburg – 16
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 016/10
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 016/10
Magdeburg, den 27. Januar 2010
Schlusserklärung zum SOLARGIPFEL
OST
Die Wirtschaftsminister der Länder
Sachsen-Anhalt (Dr. Reiner Haseloff), Sachsen (Sven Morlok) sowie Thüringen
(Matthias Machnig) haben sich heute mit Vertretern der Solarbranche in der
Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin getroffen. Thema war die von
Bundesumweltminister Norbert Röttgen angekündigte zusätzliche Kürzung der
Einspeisevergütung für Solarstrom zum 1. April bzw. 1. Juli.
Anwesend waren weiterhin Vertreter der Länder
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie des Bundesumweltministeriums
und des Deutschen Bundestages.
Zentraler Konsens der Neuen Länder sowie der Solarbranche:
· Die Degression wird grundsätzlich nicht in
Frage gestellt
· Keine kurzfristige Umsetzung der Kürzungen in der
Solarstromförderung
· Keine so hohen Abschläge (15%), die Branche fordert
eine maximal einstellige einmalige Degression
Gründe:
· Gefahr des Ausfalls zukünftiger Investitionen in
zweistelliger Milliardenhöhe
· Kontraproduktiv für das derzeitige Management der
globalen Finanz- und Wirtschaftskrise
· Existenzgefährdung vieler, vor allem
mittelständischer Unternehmen und des Handwerks (Abfrage: 70% der
Branchenvertreter sehen Existenzgefährdung)
· Planungssicherheit für Verbraucher und Unternehmen
· Weiterbestand und Wachstum der mit Förderung
erfolgreich aufgebauten deutschen Solarindustrie
· Sicherung von mehreren 10.000 Arbeitsplätzen
· Sicherung von Investitionen in Produktion,
Forschung und Entwicklung dieser hoch innovativen Branche, insbes. im Hinblick
darauf, dass die Netzparität in 2013 erreicht sein wird
· Sicherung des exportfähigen Potenzials der Solarindustrie
Vorschlag an die Bundesregierung und den Deutschen
Bundestag:
· Verschiebung und Korrektur der Höhe der einmaligen
Anpassung für 2010
· Stufenplan jetzt einführen, d.h. mittelfristige Reduzierung der Förderung mit
Planungssicherheit bis zur Netzparität im Jahr 2013
· Abstimmung mit dem für Oktober 2010 zugesagten
Energiekonzept erforderlich
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