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Mildere Winter, trockenere
Sommer:
Klimastudie zeigt Anpassungsbedarf in Sachsen-Anhalt auf

22.01.2010, Magdeburg – 9

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

009/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 009/10

 

 

 

Magdeburg, den 22. Januar 2010

 

 

 

Mildere Winter, trockenere

Sommer:

Klimastudie zeigt Anpassungsbedarf in Sachsen-Anhalt auf

 

 

 

Gemeinsame Mitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft

und Umwelt Sachsen-Anhalt und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

 

20.01.2009 - Der Klimawandel könnte in einigen Regionen

des Bundeslandes Sachsen-Anhalt die Trockenheit im Sommer verschärfen und die

Neubildung von Grundwasser mindern. Das geht aus der PIK-Studie ¿Klimawandel in

Sachsen-Anhalt¿ vor, die am heutigen Mittwoch dem Landesumweltminister Hermann

Onko Aeikens übergeben wurde. Während die Forstwirtschaft zunächst profitieren

könnte, muss in der Landwirtschaft mit leicht abnehmenden Erträgen gerechnet

werden. Wasser könnte in Sachsen-Anhalt zu einer kostbaren Ressource werden.

 

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat

für Sachsen-Anhalt mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene

Regionen und Wirtschaftsbereiche untersucht. ¿Unabhängig von allen Bemühungen,

die Klimaerwärmung durch die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen zu

bremsen, ist ein Temperaturanstieg unvermeidbar und auch jetzt schon

festzustellen¿, sagte Aeikens. Das habe Auswirkungen auf viele wichtige

Bereiche wie die Wasserverfügbarkeit und die Landwirtschaft. ¿Darauf müssen wir

uns einstellen, ohne unnötig zu dramatisieren¿, so Aeikens weiter.

 

Die Wissenschaftler vom PIK untersuchten, wie sich drei

unterschiedliche globale Klimaszenarien auf Sachsen-Anhalt auswirken könnten.

Dazu wurden die Projektionen für die Zeithorizonte 2025, 2055 und 2085 mit dem

Referenzzeitraum 1961 bis 1990 verglichen. Die Studie zeigt auf, wo in den

Bereichen Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz

zukünftig Handlungsbedarf besteht.

 

Die Studie zeigt, dass der Klimawandel voraussichtlich im

größten Teil des Landes ¿ mit Ausnahme des Harzes ¿ den Niederschlag vermindern

und die Verdunstung aus Böden und Vegetation steigern wird. ¿Diese

Veränderungen der Wasserverfügbarkeit erfordern ein nachhaltiges Management der

vorhandenen Ressourcen¿, sagt Jürgen Kropp, der Leiter der Studie.

Wahrscheinlich wird künftig weniger Grundwasser verfügbar sein.

 

¿Der Waldbestand kann sich in der ersten Hälfte des

Jahrhunderts wegen der verlängerten Wachstumsphase positiv entwickeln¿, sagt

Kropp. Nach 2070 kann die Produktivität der Pflanzen jedoch abnehmen. In der

Landwirtschaft könne sich der Düngeeffekt einer erhöhten Konzentration von

Kohlendioxid positiv auswirken und die Erträge steigern. Dies ist jedoch nur

bei ausreichender Versorgung mit Nährstoffen gewährleistet. Zunehmender

Wasserstress kann diese Zuwächse durchaus wieder zunichte machen. ¿Problemen

dieser Art kann man sich jedoch, z.B. durch intelligentes Management, stellen¿,

sagt Kropp. In der Landwirtschaft sei das etwa die Auswahl geeigneter Sorten

für den Anbau in einem trockeneren Klima.

 

Positiv könnte sich der Klimawandel auf den Weinbau

auswirken. Höhere Temperaturen seien bessere Anbaubedingungen für Weintrauben.

Die Winzer Sachsen-Anhalts könnten zudem ihr Rebsortenspektrum etwa um

Sauvignon blanc erweitern.

 

¿Die Ergebnisse der Vulnerabilitätsstudie werden nun in

die Entwürfe von Anpassungsstrategie und Aktionsplan eingearbeitet¿, sagt

Minister Aeikens. Bereits während der Erarbeitung der Vulnerabilitätsstudie

haben sich die Wissenschaftler des PIK intensiv mit Fachleuten im Land

ausgetauscht. ¿Wir haben das Ziel, die beiden Endfassungen im 2. Quartal 2010

zu veröffentlichen. Ich betone aber auch, dass beides ¿lebendige¿ Dokumente

bleiben werden¿, so Aeikens weiter. Wenn neue Erkenntnisse vorliegen, wird die

Strategie angepasst. Neue Maßnahmen können auch weiterhin im Aktionsplan

aufgenommen werden.

 

Studie: ¿Klimawandel in Sachsen-Anhalt¿

 

www.klimawandel.sachsen-anhalt.de

 

www.pik-potsdam.de/nsp

 

Weitere Informationen:

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt

 

Brigitte Schwabe-Hagedorn, Tel.: +49 391 567 16 88, E-Mail:

Klimawandel@mlu.sachsen-anhalt.de

 

Pressestelle, Tel.: +49 391 567 19 50, E-Mail:

PR@mlu.sachsen-anhalt.de

 

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

 

Jürgen Kropp, Tel. +49 331 288 25 26, E-Mail:

kropp@pik-potsdam.de

 

Pressestelle, Tel: +49 331 288 25 07,

E-Mail: presse@pik-potsdam.de

 

 

 

Impressum:

 

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