Ministerpräsident Böhmer
überreichte
Bundesverdienstorden an drei Sachsen-Anhalter
20.01.2010, Magdeburg – 30
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 030/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 030/10
Magdeburg, den 20. Januar 2010
Ministerpräsident Böhmer
überreichte
Bundesverdienstorden an drei Sachsen-Anhalter
Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer hat heute drei
Sachsen-Anhaltern Bundesverdienstorden überreicht, die diesen von Bundespräsident
Horst Köhler verliehen worden waren. Der Regierungschef hob die Bedeutung
ehrenamtlichen Engagements für das Funktionieren der demokratischen
Gesellschaft hervor: ¿Demokratie braucht Bürgerengagement. Und dazu gehört
auch, dass sich der Staat bei den Menschen gebührend bedankt, die seit Jahren
bürgerschaftliches Engagement in vorbildlicher Weise vorleben.¿
Bundesverdienstorden erhielten:
Dr. Edeltraud Faßhauer (Halle/Saale) ¿ Verdienstkreuz am
Bande
Die 62-jährige gründete 1994 den Landes-Patientenbeirat
der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), dessen Vorsitz sie seitdem
inne hat. Dem langjährigen Engagement von Frau Dr. Faßhauer ist es zu danken,
dass dieses Gremium in Sachsen-Anhalt einen ganz wesentlichen Beitrag zur
Interessenvertretung von Menschen leistet, die an Multipler Sklerose (MS)
erkrankt sind und ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben trotz der nicht
heilbaren Krankheit wahrnehmen können. Frau Dr. Faßhauer engagierte sich auch
als Vorsitzende des Patientenbeirates beim DMSG-Bundesverband und im
geschäftsführenden Bundesvorstand.
Darüber hinaus war sie von 1993 bis 2007 als ehrenamtliche
Richterin am Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt tätig. Als Mitglied des Landesverfassungsgerichts
suchte sie den Kontakt zu jungen Menschen. So diskutierte sie zum 15. Jahrestag
des Inkrafttretens der Landesverfassung im Jahr 2007 mit Schülern über
Demokratie, Menschenwürde und Toleranz.
Rüdiger Meussling (Plötzky, Salzlandkreis) ¿ Verdienstkreuz
am Bande
Der 71-jährige rettete bereits seit 1963 romanische
Feldsteinkirchen vor dem Verfall. Erst in der Altmark und dann später im
Jerichower Land engagierte er sich für grundlegende Renovierungs- und
Restaurierungsarbeiten in mehreren Kirchen. Von 1991 bis 2003 gehörte er
gemeinsam mit seiner Ehefrau der landesweiten Expertenkommission beim Projekt
¿Straße der Romanik¿ an. Zugleich war er 1993 Mitbegründer des Romanikbeirates
beim Tourismusverband Sachsen-Anhalt, dem er bis 2003 als aktives Mitglied
angehörte. Auf der Grundlage seiner kenntnisreichen Vorschläge erfolgte die
Auswahl kulturgeschichtlich bedeutsamer Bauten zur Routenführung der ¿Straße
der Romanik¿.
1974 begründete er den ¿Pretziener Musiksommer¿, der heute
zu den beliebtesten Kulturereignissen der Region gehört. Mit seinen jahrelangen
Bemühungen trug Herr Meussling maßgeblich zur Belebung erstklassiger
kirchenmusikalischer Traditionen in liebevoll restaurierten Kirchen bei.
Dr. Rosemarie Säuberlich (Nebra, Burgenlandkreis) ¿
Verdienstkreuz am Bande
Die 70-jährige gründete 1991 den Verein
¿Unstrut-Triasland¿ und engagierte sich als dessen Vorsitzende beim
erfolgreichen Aufbau des Naturparks Saale-Unstrut-Triasland. Damit konnte eine
unverwechselbare Naturlandschaft im Südwesten Sachsen-Anhalts bewahrt und der
Bekanntheitsgrad der Saale-Unstrut-Region bundesweit deutlich erhöht werden.
Zudem setzte sie sich seit 1994 auf Bundesebene im Vorstand des Verbandes
Deutscher Naturparke e.V. (VDN) für den länderübergreifenden Schutz gefährdeter
Pflanzen- und Tierarten ein.
Seit dem Jahr 2000 widmet sich Frau Dr. Säuberlich der
Rettung des Klosters und der Kaiserpfalz Memleben, dem Sterbeort Kaiser Otto
des Großen. Unter ihrem Vorsitz wurde der Verein ¿Kloster und Kaiserpfalz Memleben¿
gegründet, der die kulturgeschichtliche Bewahrung und weitere Erschließung des
Standortes sichert. Zahlreiche Projekte zur kunst- und reichsgeschichtlichen
Bedeutung Memlebens wurden unter ihrer Mitwirkung umgesetzt.
Impressum:
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Sachsen-Anhalt
Pressestelle
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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