Finanzminister Bullerjahn
informierte Kabinett über aktuelle finanzpolitische Themen
12.01.2010, Magdeburg – 15
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 015/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 015/10
Magdeburg, den 12. Januar 2010
Finanzminister Bullerjahn
informierte Kabinett über aktuelle finanzpolitische Themen
Finanzminister Bullerjahn informierte heute das Kabinett
über eine Reihe finanzpolitischer Themen. Neben dem vorläufigen Jahresabschluss
2009 und dem abschließenden Ergebnis der Beratungen zum Doppelhaushalt 2010 /
2011 im Finanzausschuss, stellte Bullerjahn auch die Bilanz 2009 zur Umsetzung
des Konjunkturpaketes II vor und berichtete über den aktuellen Stand der
Spielbankprivatisierung .
Jahresabschluss 2009 - Für das Jahr 2009 zeigte sich Minister Bullerjahn
zufrieden, dass Sachsen-Anhalt trotz erheblicher Steuerausfälle in Höhe von 600
Millionen Euro keine neuen Schulden aufnehmen muss.
Es sei ein gutes Signal für Sachsen-Anhalt, dass nach den
Jahren 2007 und 2008 auch 2009 trotz der größten Krise in der Nachkriegsgeschichte
keine neuen Schulden anfallen würden. Dazu seien besondere Bemühungen des
Landes zur Haushaltskonsolidierung notwendig gewesen.
Das im Rahmen des Haushaltsabschlusses für das vergangene
Jahr festgestellte Defizit von ca. 120 Millionen Euro wird auf die Haushaltsjahre
2010 /2011 übertragen. Der Fehlbetrag entspricht ca.1 % des gesamten
Haushaltvolumens. Auf einen zweiten Nachtragshaushalt für das Jahr 2009 konnte
verzichtet werden.
¿Dieses Defizit wird in Form einer globalen Minderausgabe
gegenfinanziert. Zur Erwirtschaftung wird es bis Juni 2010 konkrete Vorschläge
der Landesregierung geben, die die Steuerschätzung im Mai und die Entwicklung
der Einnahmen und Ausgaben bis zu diesem Zeitpunkt berücksichtigen¿, erklärte
Finanzminister Bullerjahn zum Verfahren.
Doppelhaushalt 2010 / 2011 - Für die Jahre 2010 /2011 müssen
erstmals wieder neue Schulden aufgenommen werden. So ist nach Abschluss der
Beratungen im Finanzausschuss eine Nettoneuverschuldung für dieses Jahr in Höhe
von 739 Millionen Euro vorgesehen. Im nächsten Jahr sind es 541 Millionen Euro.
Nach Beschlussfassung durch den Finanzausschuss wurden die
Mindereinnahmen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetzes des Bundes von rund
100 Millionen Euro noch nicht berücksichtigt. Die gegenüber dem
Regierungsentwurf erhöhte Nettoneuverschuldung ist auf den Kompromiss zum
Finanzausgleichsgesetz und die Mindereinnahmen aus der November-Steuerschätzung
zurückzuführen.
Ziel ist es, ab 2013 wieder ohne neue Schulden auszukommen
und bis 2019 / 2020 die jetzt aufgenommenen Schulden zu tilgen.
¿Wir müssen konsequent an unserem Kurs der Konsolidierung,
der Schwerpunktsetzung und der weiteren Entwicklung von Vorsorgemaßnahmen
festhalten. Ziel muss es bleiben, durch Rücklagen und das Stärken der
Vorsorgeelemente die nächste Wirtschaftskrise ohne neue Schulden zu meistern,
um anschließend aufgelaufene Schulden abzubauen¿, so Bullerjahn ergänzend.
Konjunkturpaket II - Eine positive Bilanz konnte der Finanzminister zur
Umsetzung des Konjunkturpaketes II in Sachen-Anhalt vorstellen. Mit Stichtag
31. Dezember 2009 sind rund 393 von 475 Millionen Euro bewilligt. Das entspricht
einer Bewilligungsquote von etwa 83 Prozent.
Bereits das DIW Berlin hatte in einer Untersuchung dem
Land in einem bundesweiten Vergleich aller Flächenländer einen zweiten Platz
bei der nachhaltigen Verwendung der Mittel des Konjunkturpakets II bescheinigt.
¿Jetzt zeigt sich, dass es richtig war, die Mittel
überwiegend projektbezogen zu vergeben. Das Konjunkturpaket II ist in den
Regionen unseres Landes angekommen und wird dort mit großem Engagement und
hoher Nachhaltigkeit umgesetzt¿, zeigte sich Bullerjahn mit der vorgestellten
Bilanz 2009 zufrieden.
Nun komme es darauf an, gerade im Jahr 2010 zur
Stabilisierung der Wirtschaft, die Masse der Bewilligungen auch umzusetzen. In
2011 müssen dann die letzten Projekte beendet und abgeschlossen sein.
Spielbankprivatisierung - Im Zusammenhang mit der Spielbankprivatisierung
informierte der Finanzminister darüber, dass er am 22. Dezember 2009 den
Kaufvertrag mit der Sybilgroup unterzeichnet hat. Vertragsgemäß erfolgt der
rechtliche Eigentümerwechsel im Januar 2010. Die Spielbankprivatisierung ist
damit erfolgreich abgeschlossen.
¿Es muss das Interesse aller sein, dass die Spielbank
unter ihrem neuen Eigentümer eine stabile und wirtschaftlich solide Entwicklung
nimmt¿, erklärte Bullerjahn.
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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