Ehrgeiziges neues
Klimaschutzprogramm für Sachsen-Anhalt
12.01.2010, Magdeburg – 14
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 014/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 014/10
Magdeburg, den 12. Januar 2010
Ehrgeiziges neues
Klimaschutzprogramm für Sachsen-Anhalt
Die Landesregierung hat heute den Entwurf eines neuen
Klimaschutzprogramms des Landes für eine Beteiligung der Öffentlichkeit
freigegeben. Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens
sagte, Sachsen-Anhalt folge dem Grundsatz: ¿Global denken und lokal handeln¿.
Aeikens: ¿Unsere Klimabilanz zeigt, dass Sachsen-Anhalt
bereits im Jahre 2005 seine Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um fast 36 Prozent
vermindern konnte. Damit haben wir das ambitionierte Ziel der EU von 30 Prozent
bereits übererfüllt¿. Dennoch wolle die Landesregierung zur Erfüllung der
internationalen Verpflichtungen Deutschlands weitere Beiträge im Klimaschutz
erbringen. Eine Trendprognose zeige, so der Minister, dass Sachsen-Anhalt das
deutsche Ziel, bis zum Jahre 2020 seine Treibhausgasemissionen um 40 Prozent zu
vermindern, voraussichtlich bereits Ende kommenden Jahres erreicht habe. Die
Landesregierung will daher das deutsche Ziel bis 2020 deutlich überschreiten.
Den mit Abstand größten Anteil
daran wird mit einem Drittel der Ausbau der regenerativen Stromerzeugung haben.
Schon jetzt tragen die regenerativen Energien in Sachsen-Anhalt mit 34 Prozent
zur Nettostromerzeugung bei. Damit wurde die EU-Vorgabe von 12,5 % bis 2010 bei
weitem überschritten.
Dem Minister zufolge soll künftig eine stärkere
Ausrichtung der Förderung auf die Belange des Klimaschutzes erfolgen. So sollen
verstärkt Maßnahmen der Energieeinsparung im Bereich der Verwaltungen durchgeführt
sowie die Informations- und Beratungsangebote für Bürger, kleine und
mittelständische Unternehmen sowie Kommunen verbessert werden.
So könnten durch Maßnahmen wie Energie-Contracting die
energetische Sanierungen von Landesliegenschaften schneller voran gebracht
werden kann. Bei öffentlichen Ausschreibungen sollen künftig stärker als bisher
Angebote eingefordert werden, die hohen Umwelt- und Klimaschutzanforderungen
entsprechen.
Aeikens sagte, eine wichtige Rolle
im Klimaschutz komme den Kommunen zu. Sie unterhielten im Rahmen ihrer Verwaltungsaufgaben und Daseinsfürsorge
eine große Zahl an Gebäuden wie Kindertagesstätten, Schulen, Schwimmhallen,
Sportstätten und Verwaltungsgebäude. Die Landesregierung werde die Kommunen bei
der Aktivierung des kommunalen Energiemanagements unterstützen. Beispielhaft
nannte er zielgerichtete Beratung und die Förderung im Rahmen der Richtlinie
¿Klimaschutz ¿ Erneuerbare Energien¿.
Zur Verfügung stehende Mittel sollen künftig strenger auch
nach Kriterien der Klimaschutzwirksamkeit eingesetzt werden. Sie sollen vor
allem dazu führen, dass sich umweltfreundliche Technologien in absehbarer Zeit
besser am Markt behaupten können. In diesem Zusammenhang wird dem Bereich der
Forschung eine große Bedeutung beigemessen.
Aeikens verwies auch auf die eingeschränkten
Handlungsmöglichkeiten einer Landesregierung. So stehe Klimaschutz häufig mit
Energieeinsparung, -erzeugung und -effizienz im Zusammenhang. Doch da liege die
Gesetzgebungskompetenz bei der EU und dem Bund, so dass die Spielräume der
Landesregierung nicht allzu groß seien, so Aeikens. Er betonte: ¿Klimaschutz
muss auf allen Ebenen stattfinden. Wir brauchen einen bewussten Umgang mit Energie,
und das beginnt bei jedem Einzelnen und in jedem Haushalt.¿
Der Entwurf des neuen Klimaschutzprogramms soll jetzt mit
Landtagsabgeordneten, Verbänden, Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Aeikens:
¿Das von uns in diesem Jahr durchgeführte Beteiligungsverfahren zur
Klimafolgen-Anpassungsstrategie brachte wertvolle Hinweise und Vorschläge, die
wir gegenwärtig auswerten und berücksichtigen. Ich würde mich freuen, wenn der
Entwurf des Klimaschutzprogramms 2020 eine ähnlich große Beachtung fände¿.
Das jetzt vorliegende Programm soll das
Klimaschutzprogramm von 1997 ablösen.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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