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Bundesweit erstes Stall- und
Standortkataster

17.12.2009, Magdeburg – 191

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

191/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 191/09

 

 

 

Magdeburg, den 17. Dezember 2009

 

 

 

Bundesweit erstes Stall- und

Standortkataster

 

 

 

 

 

Bernburg.   In Sachsen-Anhalt können Landwirte mit

Tierhaltungsanlagen ab heute auf ein bundesweit einmaliges Stall- und

Standortkataster zurückgreifen. Landwirtschaftminister Dr. Hermann Onko

Aeikens, der das Kataster am Montag in der Landesanstalt für Landwirtschaft,

Gartenbau und Forsten (LLFG) offiziell startete, sagte in Bernburg: ¿Tierhalter

sind ständig mit der Frage konfrontiert, ob ihre Anlagen - bestehende und geplante - die umweltrechtlichen Ansprüche erfüllen. Das Kataster bietet ihnen die

Chance, bereits am Anfang der Planungsphase eine Einschätzung der Umweltwirkungen solcher Anlagen zu treffen. Die Bevölkerung ist hinsichtlich des Baus oder der Erweiterung von Tieranlagen sensibel. Das betrifft vor allem  Befürchtungen

vor Lärm- und Geruchsbelästigungen und vor überhöhten Nitrateintrag. Für diese

Parameter gelten gesetzliche Regelungen, die es einzuhalten gilt. Das Kataster

sorgt hier schnell und unkompliziert für Klarheit. Zusammen mit dem vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr erarbeiteten Kriteriumskatolog für das

Raumordnungsverfahren hilft es, die Debatte zu versachlichen.¿

 

Das

System basiert auf der freiwilligen Nutzung durch die Landwirte, die ihre

Betriebsdaten nach Kennworteingabe über das Internet für die notwendigen

Berechnungen eingeben. Die Ergebnisse können sie dann z.B. auch nutzen, um

Anwohner, Behörden oder den Gemeinderat sehr frühzeitig in ihre

Investitionspläne einzubeziehen.

 

Der

Nutzer digitalisiert seine Betriebsstätte und kann sich dann die entsprechenden Abstandskreise für die errechneten Immissionen anzeigen lassen. Auf dieser Basis kann der

Nutzer die Auswirkungen seiner Anlage oder einer Investition auf Schutzgüter am

Standort bereits gut einschätzen. 

 

Zu

den wesentlichen Bestandteilen des KSS gehören:

 

-

eine Datenbank für Stammdaten des bestehenden Betriebes und geplante Erweiterungen

oder Neubauten

 

-

eine auf Geodaten basierte Datenbankinformation zu Schutzgütern wie zum

Beispiel Naturschutzgebieten, Biotopen oder Wohnbebauungen

 

-

Vorschriften auf Basis des Bundesimmissionsschutzgesetzes unter Einbeziehung

gegebenenfalls bereits bestehender Vorbelastungen.

 

Das

Zentrum für Tierhaltung und Technik in Iden ist verantwortlich für die Inhalte des Systems, für die Beratung und Betreuung der Nutzer.

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt

Pressestelle

Olvenstedter Straße 4

39108 Magdeburg

Tel: (0391) 567-1950

Fax: (0391) 567-1964

Mail: pr@mlu.lsa-net.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de