Ministerin Kuppe: Keine
Einschnitte bei Kinderbetreuung / Trotz Bereinigung mehr Mittel für kommunale
Sportstätten als 2009
24.11.2009, Magdeburg – 644
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 644/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 644/09
Magdeburg, den 24. November 2009
Ministerin Kuppe: Keine
Einschnitte bei Kinderbetreuung / Trotz Bereinigung mehr Mittel für kommunale
Sportstätten als 2009
Gesundheits- und Sozialministerin
Dr. Gerlinde Kuppe hat für den Doppelhaushalt 2010/2011 ein
Bilanzierungsproblem bei den Krankenhausinvestitionen eingeräumt. Zugleich
betonte die Ministerin jedoch am Dienstag vor der Presse in Magdeburg: ¿Es geht
allein um Haushaltssystematik. Ein Schaden ist nicht entstanden. Dem Land geht
kein Geld verloren.¿
Konkret geht es um den Komplex der
Krankenhausinvestitionen. Das Sozialministerium hatte vorgeschlagen, die
Fertigstellung bereits bewilligter Maßnahmen unter Berücksichtigung des
Baufortschritts vor Ort und des Mittelabflusses über das Jahr 2011 hinaus zu
strecken. Dadurch war für die Jahre 2010 und 2011 in der Summe eine Einsparung
von knapp 25 Millionen Euro veranschlagt worden. Gestreckte Ausgaben bedeuten
aber auch zeitverzögerte Einnahmen für das Land. Krankenhausinvestitionen
werden zu 70 Prozent vom Land und zu 30 Prozent von den Kommunen finanziert.
Somit sind für den Landeshaushalt für 2010 etwa 2,4 Millionen Euro und für 2011
rund fünf Millionen Euro weniger Einnahmen von den Kommunen zu
bilanzieren. Diese Einnahmen gehen aber nicht verloren. Sie gelangen
parallel zur Ausgabenstreckung in den Jahren 2012 und folgende in den
Landeshaushalt. Dennoch muss für die Mindereinnahmen 2010/2011 im Haushalt eine
Deckung ausgewiesen werden.
Die Ministerin: ¿Diese Darstellung
der Deckung ist nunmehr erfolgt. Es wäre hilfreich gewesen, wenn dies zügiger
für die Abgeordneten nachvollziehbar erfolgt wäre, denn das Problem ist nicht
erst seit gestern in der Landesverwaltung und im parlamentarischen Raum bekannt
gewesen. Es ist aber auch kein unübliches, sondern vielmehr ein den
Parlamentariern bekanntes Verfahren, solche Anpassungen und Bereinigungen im
Zuge der Beratungen im Finanzausschuss durchzuführen.¿
Die Deckung kann aus dem Etat für
die Kinderbetreuung dargestellt werden, ohne dass dies eine Auswirkung auf die
Betreuungsqualität im Land hat. Die Ministerin: ¿Das Land steht zu seiner
herausgehobenen Verantwortung im Bereich der Kinderbetreuung.¿ Ein Spielraum
ergibt sich dennoch. Hintergrund sind die von Gewerkschaften und kommunalen
Arbeitgebern verabredeten Tarifsteigerungen für Kita-Erzieherinnen und
Erzieher. Diese fallen nunmehr deutlich niedriger aus als sich dies bei der
Haushaltsplanaufstellung im Sommer abgezeichnet hatte. Damit benötigt auch das
Land weniger Geld für diesen Bereich.
Ursprünglich waren die
Kita-Tarifparteien von einer Tarifsteigerung von sechs Prozent ausgegangen,
laut der Anfang November von der GEW vorgelegten Modellrechnung für ein neues
Entgeltsystem werden die Tarifsteigerungen je nach Alters- und Erfahrungsgruppe
zwischen 1,45 und 7,32 Prozent ausmachen - durchschnittlich sind dies 2,15
Prozent, also deutlich weniger als die prognostizierten sechs Prozent. Damit
kann aus dem KiföG-Bereich Geld umgeschichtet werden.
Für die Bilanzierung der
Krankenhaus-Mindereinnahmen für das Jahr 2011 sind darüber hinaus rund 3,3
Millionen Euro nötig, die ansonsten für den kommunalen Sportstättenbau
vorgesehen waren. Somit wird es auch in diesem Bereich zur Streckung von
Vorhaben kommen müssen. Aber dennoch bleibt es beim deutlichen Aufwuchs der
Mittel für kommunale Sportstätteninvestitionen. In diesem Jahr stehen 4,5
Millionen Euro bereit. Für das Jahr 2010 werden dies mehr als neun Millionen
Euro sein und auch 2011 werden selbst nach der Minderung um 3,3 Millionen Euro
immer noch rund elf Millionen Euro für kommunale Sportstätteninvestitionen
aufgewendet werden können.
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