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Ministerpräsident Böhmer
überreichte Bundesverdienstorden an fünf Sachsen-Anhalter

18.11.2009, Magdeburg – 603

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 603/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 603/09

 

 

 

Magdeburg, den 18. November 2009

 

 

 

Ministerpräsident Böhmer

überreichte Bundesverdienstorden an fünf Sachsen-Anhalter

 

 

 

Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer hat

heute fünf Sachsen-Anhaltern Bundesverdienstorden überreicht, die diesen von

Bundespräsident Horst Köhler verliehen worden waren. Der Ministerpräsident

würdigte die Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements für das Funktionieren

der Demokratie: ¿Freiwilliges Engagement ermöglicht uns ein sinnreiches Leben

und sichert den Zusammenhalt der Gesellschaft. Ohne dieses Engagement würden

viele Bereiche unseres Gemeinwesens gar nicht funktionieren.¿

 

 

 

Bundesverdienstorden erhielten:

 

 

 

Dr. Renate Anders (Halle) ¿ Verdienstkreuz am Bande

 

Die 61-jährige Pädagogin gründete 1993 die

UNICEF-Arbeitsgruppe Halle, die sie seither auch leitet. Diese Gruppe hat

inzwischen 35 Mitglieder und viele Helfer, die in den vergangenen 5 Jahren

jährlich Spendeneinnahmen in Höhe von mindestens 50.000 Euro für das

Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen erzielten. Diese Spenden für UNICEF

fließen in 160 Hilfsprogramme¿ zur medizinischen Versorgung und zur Ernährung

von Kindern in den Entwicklungsländern, für sauberes Trinkwasser, für die

Bildung der Kinder und den Schutz vor Ausbeutung und Gewalt.

 

Ihrer Überzeugungskraft ist es vorrangig zu

verdanken, dass die UNICEF-Arbeitsgruppe Halle eine der aktivsten in

Ostdeutschland ist. Bei Straßenfesten, Benefizkonzerten und anderen

öffentlichen Aktionen sowie beim Spiel- und Sportfest für Familien gelingt es

der von Frau Dr. Anders geleiteten Gruppe immer wieder, Menschen zu begeistern

für die Unterstützung der Ziele von UNICEF.

 

 

 

Klaus Ehlers (Hermsdorf) ¿ Verdienstkreuz am Bande

 

Der 71-jährige Kirchenvorstand gehörte 1964 in der

DDR zu den Initiatoren eines Gesetzes für den waffenlosen Dienst als

¿Bausoldat¿. Seinem kirchlichen Glauben getreu hatte er zwei Jahre zuvor den

Dienst an der Waffe verweigert. Daraufhin wurde er vom Studium an der

Filmhochschule Babelsberg exmatrikuliert.

 

Spuren seines Wirkens in kirchlichen Bereichen sind

überall im Raum Hermsdorf zu finden. Klaus Ehlers hat die Sanierung des

Pfarrhauses in Uhrsleben und der Kirche von Hermsdorf ermöglicht. Zu Feiertagen

erbat er sich nie Geschenke, sondern stattdessen Spenden für die

Kirchenrestaurierung. Er leitet einen Kirchenchor und einen kirchlichen

Posaunenchor, wo er Kindern die Gelegenheit bietet, kostenlos ein Instrument zu

erlernen.

 

1989 begründete Ehlers den Runden Tisch in

Hermsdorf und wirkte viele Jahre als Gemeinderatsvorsteher und

stellvertretender Bürgermeister.

 

 

 

Gerhard Mette (Magdeburg) - Verdienstkreuz 1.

Klasse

 

Der 67-jährige Geschäftsführer der Abtshof

Magdeburg GmbH wurde geehrt für sein herausragendes Engagement im Bereich der

Wirtschaft und für seine Aktivitäten zur Förderung von kulturellen, sportlichen

und sozialen Einrichtungen. Ihm es zu verdanken, dass die 1924 begründete

Traditionslinie von Abtshof trotz vieler Härten in den neunziger Jahren anhält.

Das Unternehmen zählt heute zu den tragenden Säulen der Nahrungsgüterwirtschaft

in Sachsen-Anhalt.

 

Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg hat

Gerhard Mette vielfach geehrt für sein engagiertes Mitwirken in ehrenamtlichen

Gremien und bei der Ausbildung junger Leute. Sportvereine im Raum Magdeburg,

darunter auch der SC Magdeburg, sind dankbar für die großzügige Unterstützung

des Sports durch Abtshof, inspiriert von Gerhard Mette. Besonders stark

engagiert er sich für den Behindertensport und hat maßgeblich den Bau einer

angemessenen Wirkungsstätte für Sporttherapie und Gesundheitssport befördert.

 

 

 

Hans-Georg Otto (Dessau) ¿ Verdienstmedaille

 

Der 68-jährige Oberbürgermeister a. D. von Dessau

hat das kommunale und soziale Leben sowie die wirtschaftliche Entwicklung in

Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung maßgeblich mit gestaltet. Durch sein

außerordentliches Engagement trug er dazu bei, dass das Bauhaus Dessau und das

Dessau-Wörlitzer Gartenreich zum Weltkulturerbe erklärt wurden. 1989 gehörte er

in Dessau zu den Gründungsmitgliedern der SPD. Er wurde 1990 in den ersten

demokratischen gewählten Stadtrat gewählt und übernahm Verantwortung als

Fraktionsvorsitzender der SPD und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Von

1994 bis 2006 war er Oberbürgermeister der Stadt.

 

Sein persönlicher Einsatz war einer der Motoren der

erfolgreichen Fusion der Städte Dessau und Roßlau im Juli 2007. Im

Freundeskreis des Anhaltischen Theaters Dessau , im Förderverein ¿Mausoleum¿

und im Kuratorium der Kurt-Weill-Gesellschaft ist er auch im Ruhestand

weiterhin ehrenamtlich sehr aktiv und wirbt um Spenden und Sponsoren.

 

 

 

Rainer Schulze (Wernigerode) ¿ Verdienstkreuz am

Bande

 

Der 63-jährige Buchhändler, Kabarettist und

Chansonnier ist eine kulturelle Institution in Wernigerode, wo er auch

aufgewachsen ist und als Gymnasiast im renommierten Rundfunk-Jugendchor der

Gerhard-Hauptmann-Schule sang. Als gelernter Buchhändler übernahm er Mitte der

70er Jahre die älteste Buchhandlung in Wernigerode. Mittlerweile betreibt der

erfolgreiche Unternehmer fünf Buchhandlungen im Harz.

 

Geehrt wird Rainer Schulze für sein herausragendes

kulturelles Engagement in der Region. So war er 1990 Gründungsmitglied des

Kunst- und Kulturvereins Wernigerode, den er immer noch leitet. Seit 1992

organisiert er jährlich in der ¿Galerie im 1. Stock¿ bis zu zehn Ausstellungen

von Künstlern aus Deutschland und Europa. Gemeinsam mit anderen Wernigeröder

Bürgern initiierte er 2003 den Jahannes-Brahms-Chorwettbewerb, der seither

jährlich stattfindet. Zudem ist Rainer Schulze Herausgeber der alle zwei Wochen

erscheinenden ¿Neuen Wernigeröder Zeitung¿, die sich der Pflege der Mundart und

der Geschichte des Harzes widmet.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes

Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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39104 Magdeburg

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Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de