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Verkehrsminister Daehre:
Brocken-Erklärung einzigartige Erinnerung an Überwindung der Teilung Europas

12.11.2009, Magdeburg – 164

  • Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:

164/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung

und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 164/09

 

 

 

Magdeburg, den 12. November 2009

 

 

 

Verkehrsminister Daehre:

Brocken-Erklärung einzigartige Erinnerung an Überwindung der Teilung Europas

 

 

 

Seit heute 07:58 Uhr

erinnert an der B79 eine Gedenktafel an die Grenzöffnung zwischen den Orten

Hessen in Sachsen-Anhalt (Landkreis Harz) und dem niedersächsischen Mattierzoll

(Ortsteil der Gemeinde Winnigstedt, Landkreis Wolfenbüttel) vor 20 Jahren.

Genau um diese Uhrzeit wurde damals der Eiserne Vorhang nach mehr als 28 Jahren

der Teilung wieder geöffnet. Seitdem rollt der Verkehr uneingeschränkt über die

heutige B79. ¿Wir müssen die Erinnerung an die Überwindung der deutschen und

europäischen Teilung wach halten¿, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr.

Karl-Heinz Daehre bei der feierlichen Gedenkveranstaltung in Mattierzoll. Es

sei wichtig, die heutige und kommende Generationen auf das historische Ereignis der

Grenzöffnung hinzuweisen.

 

 

 

Nach Auskunft des

Ministers werden bundesweit insgesamt 180 solcher Schilder aufgestellt. Darauf

sei zu lesen, zu welchem Zeitpunkt die innerdeutsche Grenze am jeweiligen

Standort geöffnet wurde, erklärte Daehre. Zwischen dem Fall der Berliner Mauer

am 9. November 1989 und der Öffnung der wichtigen Verkehrsverbindungen an den

Grenzübergangsstellen von Ost nach West seien teilweise mehrere Tage vergangen,

fügte er hinzu. ¿Ich möchte, dass alle Menschen, die heute den einstigen Todesstreifen auf einer normalen Straße passieren,

sich gemeinsam Gedanken darüber machen, dass dies ein historischer Ort ist¿,

unterstrich er sein Anliegen.

 

 

 

 

 

Zu Ihrer Information:

 

 

 

Die ¿Brocken-Erklärung¿ geht auf eine Initiative des

Europäischen Parlaments zurück. Die Kommission und die Mitgliedsstaaten wurden

im Oktober 2005 aufgefordert, einen ¿Iron Curtain Trail¿ (Trasse entlang des

Eisernen Vorhangs) umzusetzen, der das Beispiel der Initiative ¿Boston Freedom

Trail¿ aufgreift, die in den USA an den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

erinnert.

 

 

 

Sie wurde am 18. April

2007 von den für das Verkehrsressort zuständigen Ministern und Senatoren der

Bundesländer Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt,

Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie

vom Bundesverkehrsminister unterzeichnet.

 

 

 

Die Politiker wollten

damit anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls eine dauerhafte Möglichkeit

schaffen, deutscher und europäischer Geschichte im Alltag zu begegnen, um die

Erinnerung an die ehemalige Teilung Europas wach zu halten.

 

 

 

Die bundesweit

einheitlichen Schilder sind das Ergebnis eines Wettbewerbs zur künstlerischen

Gestaltung des Straßenraums entlang der einstigen Trennlinie zwischen Ost und

West. An diesem Wettbewerb hatten sich zwölf Agenturen mit insgesamt 21 Entwürfen

beteiligt. Die eingereichten Arbeiten wurden danach beurteilt, wie es gelungen

ist, das Ereignis der Grenzöffnung möglichst anschaulich darzustellen. Im

Ergebnis des Auswahlverfahrens durch eine fünfzehnköpfige Jury erhielt der

Beitrag des Büros für Gestaltung Wangler&Abele den 1. Preis.

 

 

 

Die erste Tafel hatte

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Daehre gemeinsam mit dem damaligen

Bundesverkehrsminister Tiefensee am 2. Oktober 2008 zwischen Hötensleben und

Schöningen (Landesstraße 104 bzw. 652) enthüllt. Allein zwischen Niedersachsen

und Sachsen-Anhalt stehen nach der Ausführung des Projektes 42 Schilder.

 

 

 

Das Original der

¿Brocken-Erklärung¿ und die bundesweite Liste aller Aufstellungsorte werden ab

3. Dezember 2009 im zeitgeschichtlichen Teil des Brocken-Museums zu sehen sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Landesentwicklung und

Verkehr

Pressestelle

Turmschanzenstraße 30

39114 Magdeburg

Tel: (0391) 567-7504

Fax: (0391) 567-7509

Mail:

presse@mlv.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Pressestelle

Turmschanzenstraße 30

39114 Magdeburg

Tel: (0391) 567-7504

Fax: (0391) 567-7509

Mail:

presse@mlv.sachsen-anhalt.de