Sozialministerin Kuppe:
Modellprojekte setzen Kampf gegen Rechtsextremismus vielfältig um
10.11.2009, Magdeburg – 610
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 610/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 610/09
Magdeburg, den 10. November 2009
Sozialministerin Kuppe:
Modellprojekte setzen Kampf gegen Rechtsextremismus vielfältig um
Das Bundesprogramm im Kampf gegen Rechtsextremismus wird
in Sachsen-Anhalt aktiv über fünf Modellprojekte umgesetzt. Zu diesem Ergebnis
gelangt der Bericht des Interministeriellen Arbeitskreises ¿Extremismusprävention¿,
den Sozialministerin Dr. Gerlinde Kuppe am Dienstag im Kabinett vorstellte. Im
Rahmen des Programms ¿Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und
Demokratie¿ investieren Bund und Land für die Dauer von drei Jahren insgesamt
rund 1,46 Millionen Euro. Die Modellprojekte nahmen 2007 ihre Arbeit auf.
Ministerin Kuppe sagte: ¿Demokratiestärkung und Kampf
gegen Rechtsextremismus gehören untrennbar zusammen. Es ist richtig, dass diese
Arbeit vor Ort in den Regionen stattfindet und vernetzt wird. Der Kampf gegen
Rechtsextremismus muss in der Botschaft eindeutig sein, in der Wahl der Mittel
aber sehr konkret, individuell und damit vielfältig. Die vielen
unterschiedlichen Angebote sind ein guter Weg, weil sie auch sehr
unterschiedliche Alters- und Zielgruppen ansprechen.¿
Der Bericht führt aus, dass durch die Modellprojekte neue
Methoden und Konzepte im Kampf gegen Rechtsextremismus entstanden sind. In der
nun anstehenden Projektendphase sollen die Methoden für Fortbildungen
aufbereitet sowie Handlungskonzepte und Ausbildungspläne erarbeitet werden.
Diese Ideen werden der Fachöffentlichkeit für die politische Bildungsarbeit zur
Verfügung gestellt. Förderlich für die weitere Facharbeit sind zudem die neu
aufgebauten Kooperationsstrukturen auf Landes- und Bundesebene.
In Sachsen-Anhalt arbeiten folgende Modellprojekte:
Das Modellprojekt ¿Interreligiöse & Interkulturelle
Werkstatt¿ will einen Beitrag leisten zur Gestaltung einer weltoffenen und
toleranten Stadt Dessau-Rosslau. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren werden
motiviert, ihre Freizeit mit Jugendlichen zu verbringen, die aus anderen religiösen
und kulturellen Regionen kommen und denen sie mit Vorbehalten gegenüberstehen.
Das Projekt ¿ORFIDE ¿ Orientierung finden ¿ Identitäten
entwickeln¿ hat zum Ziel, Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren Orientierungen
anzubieten und sie bei ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen, um
präventiv gegen Fremdenfeindlichkeit zu wirken. Eine Möglichkeit zum Lernen
bieten politisch-historische Bildungsangebote, z.B. durch Kooperationen mit
Gedenkstätten.
In dem Projekt ¿Transkulturelle Kompetenz ¿ Eine aktuelle
Schlüsselqualifikation¿ werden konkrete Module und praxisorientierte Methoden
zum transkulturellen Lernen erarbeitet. Diese sollen als Querschnittsqualifizierung
in berufliche und politische Bildungsmaßnahmen integriert werden.
Das Projekt ¿Bühne frei für Respekt¿ wendet sich an
rechtsextrem gefährdete Jugendliche in Schulen und Justizvollzugsanstalten
sowie an pädagogische Fachkräfte. Die Grundfrage des Projekts lautet: Können
Methoden und Trainings, die für eine Arbeit mit Menschen entwickelt wurden, die
Grundwerte, Menschenwürde und Demokratie akzeptieren, auch auf die Arbeit mit
Jugendlichen angewendet werden, für die diese Werte nicht selbstverständlich
sind?
Mit ¿Hand in Hand. Kita ohne Rassismus¿ werden in Kindertagesstätten Methoden und Ansätze für die
frühkindliche Bildung entwickelt, mit denen Demokratie im Kita-Alltag erlebbar
gemacht wird. Die erarbeiteten Methoden sollen dann allen
Kindertageseinrichtungen in Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt werden.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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