Europäische Kommission plant
weitreichende Haushaltsreform/ Staatsminister Robra: ?Wir werden keine
Nachteile für Sachsen-Anhalt hinnehmen!?
03.11.2009, Magdeburg – 587
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 587/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 587/09
Magdeburg, den 3. November 2009
Europäische Kommission plant
weitreichende Haushaltsreform/ Staatsminister Robra: ¿Wir werden keine
Nachteile für Sachsen-Anhalt hinnehmen!¿
Die zukünftige Haushaltspolitik der EU könnte sich
negativ auf die strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts
auswirken, so die Kritik des sachsen-anhaltischen Europaministers Rainer Robra
an einem Textentwurf der Europäischen Kommission zur geplanten Reform des
EU-Haushalts.
¿Die von der Generaldirektion Haushalt
vorgeschlagene Umstrukturierung der EU-Ausgaben hätte gravierende Auswirkungen
auf die Zahlungen für Ostdeutschland und Sachsen-Anhalt aus den europäischen
Strukturfonds. Der vorliegende Entwurf ist ein Frontalangriff auf die bisherige
Regionalpolitik, die die wichtigste Säule zur Unterstützung der Regionen mit
Strukturproblemen durch die Gemeinschaft darstellt. Das Papier schlägt deren
Umwandlung in einen Finanzausgleich zwischen den Mitgliedstaaten vor. Das
schwächt nicht nur die europäischen Regionen, es widerspricht auch dem in den
europäischen Verträgen festgelegten solidarischen Auftrag¿, sagte Robra in
einer ersten Stellungnahme. Es sei zu befürchten, dass künftig deutlich weniger
EU-Gelder nach Deutschland fließen. Die Leidtragenden seien die Bundesländer.
Dass die Struktur des EU-Haushalts einer Reform
bedürfe, sei unstrittig. Die derzeitigen Umschichtungsvorschläge wiesen aber in
eine Richtung, in der die globalen Aufgaben der EU auf Kosten der ärmsten und
problembeladensten Regionen der Gemeinschaft finanziert werden sollten,
kritisierte der Minister. Er forderte, dass die Vorschläge im weiteren
Verfahren grundsätzlich überarbeitet werden müssten.
¿Wir werden jedoch keine Nachteile für
Sachsen-Anhalt hinnehmen¿, erklärte Robra. Er habe sich daher an die für
Sachsen-Anhalt zuständigen Abgeordneten im Europäischen Parlament mit der Bitte
gewandt, die Dinge in den bevorstehenden Anhörungen der Mitglieder der neuen
Europäischen Kommission zur Sprache zu bringen.
Hintergrund:
Der Europäische Rat hatte im Dezember 2005 die
Europäische Kommission beauftragt, eine umfassende Bewertung aller Aspekte der
Einnahmen und Ausgaben der EU durchzuführen und darüber 2009 zu berichten. Bei
der jetzt bekannt gewordenen Vorlage handelt es sich um den Entwurf dieses
Berichts, der von der Generaldirektion Haushalt in die internen Beratungen mit
den anderen Kommissionsdienststellen eingebracht wurde und Ende November von
der Kommission beschlossen werden soll.
Impressum:
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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