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Robra: Sachsenspiegel war
europäisches Ereignis

23.10.2009, Magdeburg – 567

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 567/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 567/09

 

 

 

Magdeburg, den 22. Oktober 2009

 

 

 

Robra: Sachsenspiegel war

europäisches Ereignis

 

 

 

¿Die Rezeption des Sachsenspiegels beschränkte sich nicht

nur auf den deutschen Sprachraum. Er war ein europäisches Ereignis.

Fundamentale Rechtsgedanken des Sachsenspiegels wirken bis in unsere gegenwärtigen

Rechtsordnungen nach und machen Traditionslinien unserer Gesellschaft und

Kultur sichtbar.¿ Das sagte Staatsminister Rainer Robra heute in Magdeburg. Im

Kulturhistorischen Museum nahm er an der Eröffnung einer wissenschaftlichen

Tagung zum Thema ¿Der Sachsenspiegel Eikes von Repgow und seine europäischen

Wirkungen¿ teil.

 

In seinem Grußwort hob Robra insbesondere die Bedeutung

des Sachsenspiegels für die europäische Rechtsentwicklung hervor: ¿Heute steht

Europa für Werte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Pluralismus. Mit dem

Begriff Europa verbinden wir die Vorstellung einer überstaatlichen,

geistig-kulturellen Einheit in regionaler Vielfalt. Zu den historischen Prozessen,

die das heutige Europa nachhaltig geprägt haben, gehören die

Rechtskodifikationen und die Professionalisierung des Rechts. Der Sachsenspiegel

war Teil einer allgemeinen europäischen Entwicklung der Verschriftlichung

bisher nur mündlich überlieferten Rechts. Als übergreifendes Rechtssystem zählt

er wie das römische Recht und das Magdeburger Recht zu den geistigen und

kulturellen Grundlagen Europas.¿

 

 

 

Hintergrund

 

Eike

von Repgow, der Verfasser des Sachsenspiegels, wurde zwischen 1180 und 1190 in

Reppichau geboren. Die erste urkundliche Erwähnung seines Namens jährt sich in

diesem Jahr zum 800. Mal. Der Sachsenspiegel Eikes von Repgow ist das älteste

Prosawerk in deutscher Sprache und das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des

Mittelalters. Aufgrund der mittelalterlichen deutschen Siedlungs- und

Kolonisationsbewegung verbreitete sich der Sachsenspiegel auch besonders

nachhaltig in Osteuropa. Rechtshistorikern gilt der Sachsenspiegel als ¿Impuls

und Fundament der Rechtsentwicklung in Europa¿.

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes

Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de