Menu
menu

Landesverwaltungsamt bewilligt
Fördermittel zur ? Wiedereinbürgerung? von Lachs und Meerforelle in der Nuthe

22.10.2009, Halle (Saale) – 147

  • Landesverwaltungsamt

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 147/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landesverwaltungsamt -

Pressemitteilung Nr.: 147/09

 

 

 

Halle (Saale), den 15. Oktober

2009

 

 

 

Landesverwaltungsamt bewilligt

Fördermittel zur ¿ Wiedereinbürgerung¿  von Lachs und Meerforelle in der Nuthe

 

 

 

Rund 8050 Euro bewilligte

das Landesverwaltungsamt dem Landesanglerverband

DAV (Deutscher Anglerverband), um die

Wiederansiedlung von Lachs und

Meerforelle (Großsalmoniden) in der

Nuthe (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) zu ermöglichen. Beide vom Aussterben

bedrohten Fischarten sollen bei diesem Projekt ihren Bestand auf natürliche

Weise wieder neu aufbauen. Dazu werden Jungfische in Sachsen-Anhalts Gewässer

ausgesetzt, da diese den passenden Lebensraum für Lachs und Meeresforelle

bieten. Aufgrund seiner Sauberkeit besitzt das Flusssystem der Nuthe die besten

Voraussetzungen, die für die ¿Einbürgerung¿ nötig sind.

 

 

 

Lachs und Meerforelle sind

zwei großwüchsige Wanderfische, die sich äußerlich so ähnlich sind, dass sie

früher von den Flussfischern nicht unterschieden wurden und unter der Einheitsbezeichnung

¿Lachs¿ verkauft wurden.                                       Beide Fischarten

galten aufgrund von Gewässerverschmutzungen und unüberwindbaren Querverbauungen

(Wehre) seit den 1930er Jahren in der Elbe und ihren Nebenflüssen als

ausgestorben. Die wenigen Lachse, die seit einigen Jahren vereinzelt wieder in

der Elbe in Sachsen-Anhalt gefangen werden, stammen vornehmlich aus einem

sächsischen Wiedereinbürgerungsprojekt. Für diese Lachse fungiert

Sachsen-Anhalt lediglich als ¿Transitland¿ auf dem Weg zu ihren Heimatflüssen

in der Sächsischen Schweiz.

 

 

 

In den letzten 10-15

Jahren sind die sachsen-anhaltischen Flüsse durch den Bau von über 200 neuen

Kläranlagen im Elbeeinzugsgebiet wieder sauber geworden. Nachdem der

Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) zunehmend Wehre zurückbaute

bzw. mit funktionsfähigen Fischpässen nachrüstet, wollen auch die Angler des

Landesanglerverbandes DAV (Deutscher Anglerverband) erstmals ein Wiedereinbürgerungsprojekt

für diese imposanten Langdistanzwanderfische in unserem Land starten.                                                  Die

besten Voraussetzungen dafür bietet in Sachsen-Anhalt nach Untersuchungen des

Instituts für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow (IfB) gegenwärtig das Flusssystem

der Nuthe.

 

Beginnend mit dem Herbst

2009 sollen deshalb in den nächsten Jahren insgesamt ca. 10.000 junge Lachse

und Meerforellen pro Jahr in die Nuthe bei Zerbst ausgesetzt werden. Eine

höhere Anzahl wird infolge der Kleinräumigkeit dieses Flussgebietes von den

Fachleuten des IfB nicht empfohlen.                                      Die

ersten 10.000 Junglachse werden bereits in diesem Monat  in die Nuthe

eingesetzt. Sie stammen vom dänischen Zuchtzentrum für Wildlachse (DCV -

Danmarks Center for Vildlaks) und repräsentieren einen Herkunftsbestand, der

dem früher bei uns vorkommenden Lachsen sehr nahe steht. Da die ursprüngliche

Elbelachspopulation restlos ausgerottet wurde, kann auf diesen Ursprungsbestand

heute nicht mehr zurückgegriffen werden.

 

 

 

Die ausgesetzten

Jungfische werden bereits im kommenden Frühjahr das Nuthesystem wieder

verlassen und ihre Meerwanderung Richtung Nordatlantik antreten. Wenn alles gut

geht, werden sie in 2 bis 4 Jahren als voll ausgewachsene Laichfische in die

Nuthe zurückkehren. Dort tragen sie dann hoffentlich auf natürliche Art und

Weise zum Neuaufbau eines eigenständigen Lachs- und Meerforellenbestandes bei.

 

Damit die Fische bei einem

späteren Fang von Lachsen bzw. Meerforellen aus ähnlichen Wiedereinbürgerungsprojekten

in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen unterschieden werden können, sollen

sie vor dem Aussetzen markiert werden. Die wissenschaftliche Begleitung und

Auswertung erfolgt durch das Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Landesverwaltungsamt

Pressestelle

Ernst-Kamieth-Straße 2

06112 Halle (Saale)

Tel: +49 345 514 1246

Fax: +49 345 514 1477

Mail:

pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

 

LandesverwaltungsamtPressestelleErnst-Kamieth-Straße 206112 Halle (Saale)Tel: +49 345 514 1244Fax: +49 345 514 1477Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de