Veranstaltung zum
Mauerfall-Jubiläum in Brüssel
Ministerpräsident Böhmer zieht positive Aufbaubilanz/ EU-Förderung ist
wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe
16.10.2009, Magdeburg – 544
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 544/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 544/09
Magdeburg, den 15. Oktober 2009
Veranstaltung zum
Mauerfall-Jubiläum in Brüssel
Ministerpräsident Böhmer zieht positive Aufbaubilanz/ EU-Förderung ist
wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe
¿1991 lag die Wirtschaftsleistung Ostdeutschlands pro
Einwohner bei unter 50 Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts. Da ist es ein
großer Erfolg, dass wir in weniger als 20 Jahren auf über 80 Prozent des Gemeinschaftsdurchschnitts
aufschließen konnten. Die europäischen Fonds haben dazu einen wichtigen Beitrag
geleistet und ihre Funktion als Hilfe zur Selbsthilfe voll erfüllt.¿ Das sagte
Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer heute in Brüssel bei einer
gemeinsamen Veranstaltung des EU-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung und der
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der Europäischen Union anlässlich des
20-jährigen Mauerfall-Jubiläums.
¿Angesichts der großen Fortschritte sind wir bereit, nach
2013 auf die bisherige Höchstförderung zu verzichten. Aber wir müssen zugleich
sicherstellen, dass das Erreichte nicht in Frage gestellt wird. Dafür braucht
es eine angemessene Übergangsregelung. Über den Verlust des Großteils der
bisherigen Unterstützung dürfen nicht wenige Prozentpunkte oder gar Zehntel
über der Grenze von 75 Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts entscheiden¿, so
Böhmer
Böhmer hob in seiner Rede die Bedeutung der Europäischen
Union vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise hervor: ¿Die Krise
führt uns vor Augen, wie verletzbar unser Wirtschaftssystem trotz aller Stärke
ist. Auch die EU darf und kann sich auf ihren Erfolgen nicht ausruhen. Wir
brauchen weitere Schritte, um Erreichtes zu konsolidieren und den Inte-grationsprozess
fortzuführen.¿
Besonderen Stellenwert zur Erhaltung der Handlungsfähigkeit
der auf 27 Mitglieder angewachsenen Union habe der Vertrag von Lissabon, so der
Ministerpräsident. ¿Der Vertrag stärkt die Mitentscheidungsrechte des
Europäischen Parlaments, dehnt das Subsidiaritätsprinzip auf die regionale und
kommunale Selbstverwaltung aus und reduziert die mit dem
Einstimmigkeitserfordernis im Rat verbundenen Blockadepotenziale.¿ Böhmer gab
seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Vertrag die restlichen Hürden bald nimmt.
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Tel: (0391) 567-6666
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Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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