Menu
menu

Arbeiten zur Deichrückverlegung
Lödderitzer Forst beginnen

14.10.2009, Magdeburg – 159

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

159/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 159/09

 

 

 

Magdeburg, den 14. Oktober 2009

 

 

 

Arbeiten zur Deichrückverlegung

Lödderitzer Forst beginnen

 

 

 

Magdeburg. In dieser Woche beginnen südlich der Elbe im Landkreis Anhalt Zerbst die Arbeiten zum größten Deichrückverlegungsprojekt

Deutschlands. Das Projektgebiet umfasst 9000 Hektar Fläche im

Biosphärenreservat Mittelelbe, davon sind 600 Hektar Deichrückverlegungsgebiet.

Damit bekommt die Elbe zwischen Dessau-Roßlau und Barby auf 33,5 Kilometer mehr

Raum zum Überfluten. Das Naturschutzgroßprojekt soll im Jahr 2018 abgeschlossen

sein. Projektträger ist der WWF Deutschland, Bauherr der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft.  Die Finanzierung der rund 23,5 Millionen

EURO für den Gesamtprojektzeitraum (2001 - 2018) trägt zu 75 Prozent der Bund,

zu 15 Prozent das Land und zu 10 Prozent der WWF.

 

Umweltminister

Dr. Hermann Onko Aeikens: ¿Die Deichrückverlegung bringt Natur- und

Hochwasserschutz zusammen. Der Auenwald profitiert von der Renaturierung, wir

profitieren durch den besseren Schutz vor Deichbrüchen durch größere

Überflutungsflächen.¿

 

Die

Rückdeichung erfolgt im Bereich des größten zusammenhängenden Hartholzauenwald in Europa zwischen Aken, Lödderitz und Breitenhagen. Erst Anfang der Woche hatte das Bundesamt für Naturschutz gefordert, den Flüssen in den ursprünglichen

Auenbereichen in Deutschland wieder mehr Raum zu geben. Hier an der Mittelelbe

wird es bereits praktiziert.

 

Das

Projektgebiet ist Teil eines der ältesten deutschen Schutzgebiete am

¿Steckby-Lödderitzer Forst¿. Bereits im Januar 1929 gab es hier eine

anhaltische Anordnung zum Biberschutz und eine vertragliche Sicherung von 2000

ha als Vogelschutzflächen. Im März 1961 erfolgte die Unterschutzstellung als

NSG Steckby-Lödderitzer Forst und im November 1979 bestätigte die UNESCO die

Ernennung des Gebietes als erstes deutsches Bisophärenreservat (zusammen mit dem Vessertal in Thüringen).

 

Zu

den Projektvorhaben gehören neben der großräumigen Erweiterung der

Überflutungsmöglichkeit für die Elbe auch die Neubegründung von Auenwald, der

Neubau eines sicheren Elbedeiches, die Reaktivierung von Hochflutrinnen durch

Absenkung von Forstwegen sowie die Schlitzung der Sommerdeiche.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt

Pressestelle

Olvenstedter Straße 4

39108 Magdeburg

Tel: (0391) 567-1950

Fax: (0391) 567-1964

Mail: pr@mlu.lsa-net.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de