TISPOL / Gewerblicher Personen- und
Güterverkehr im Visier der Polizei in mehreren Bundesländern
07.10.2009, Magdeburg – 203
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 203/09
Ministerium des Innern -
Pressemitteilung Nr.: 203/09
Magdeburg, den 7. Oktober 2009
TISPOL / Gewerblicher Personen- und
Güterverkehr im Visier der Polizei in mehreren Bundesländern
- Über 350
Fahrzeuge kontrolliert
- Ca.
100 Fahrzeuge wiesen Mängel auf
Im Rahmen der einwöchigen
Verkehrsüberwachungsaktion zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Fahrzeugen
des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs, die vom europäischen
Polizei-Netzwerk TISPOL koordiniert wurde, hat sich Sachsen- Anhalts Polizei in
Abstimmung mit mehreren Bundesländern am 06.10.2009 an einer Schwerpunktaktion
beteiligt. TISPOL wurde von den europäischen Verkehrspolizeien gegründet, um
die Sicherheit auf den Straßen Europas zu erhöhen. Das vorrangige Ziel der
Organisation besteht darin, die Zahl der getöteten und schwer verletzten
Personen zu minimieren.
Ein besonderes Augenmerk galt der Kontrolle der
Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten sowie die Überprüfung des technischen
Zustandes der Beförderungsmittel. ¿Insbesondere Verstöße gegen die Lenk- und
Ruhezeiten führen auch in Sachsen-Anhalt immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen,
wenn LKW-Fahrer übermüdet in einen Sekundenschlaf fallen und die Kontrolle über
ihr Fahrzeug verlieren¿, so Innenminister Hövelmann.
Insgesamt wurden dabei 366 Nutzfahrzeuge durch die
eingesetzten Beamten kontrolliert. Im Einzelnen wurden davon 44 leichte
Nutzfahrzeuge (3,5t - 12t), 88 schwere Nutzfahrzeuge (über 12t), 53 Lastzüge, 155 Sattelzüge, fünf Gefahrguttransportfahrzeuge
sowie acht Busse und andere Fahrzeuge angehalten und kontrolliert.
Dabei wurden an insgesamt 103 Fahrzeugen Mängel festgestellt,
zwei davon an den Gefahrguttransporten. Im Einzelnen wurden Mängel an den
Bremsanlagen, Beleuchtungs- und Signaleinrichtungen, den Rädern/Reifen, der
Federung und anderen technischen Einrichtungen festgestellt. Zwei
Fahrzeugführern wurde aufgrund technischer Mängel die Weiterfahrt untersagt.
Bei den Überprüfungen hinsichtlich der Einhaltung
des Fahrpersonalrechts wurden 239 Verstöße festgestellt. Davon wurde 59 mal die
Lenkzeit überschritten, 70 mal wurde die Lenkzeit zu kurz oder zu spät
unterbrochen. Die Beamten mussten infolgedessen in elf Fällen die Weiterfahrt
untersagen, in 43 Fällen wurde ein Verwarngeld erhoben.
Im Zuge der Kontrollen wurden auch neun
Geschwindigkeitsverstöße geahndet, bei zehn Fahrzeugen wurde eine Überladung
der Achslasten und bei acht Fahrzeugen mangelhafte Ladungssicherung
festgestellt. Auch hier musste sieben Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagt
werden.
Besonderheiten:
Eine wegen Steuerhinterziehung mit Haftbefehl gesuchte Person konnte ebenfalls
im Rahmen der Kontrollen festgenommen werden. Der Fahrer wurde in die JVA
Magdeburg eingeliefert. Des Weiteren wurden zwei Verstöße gegen das Waffengesetz
festgestellt. Die aufgefundenen Schlagstöcke wurden sichergestellt
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