Planfeststellungsverfahren zum
Ausbau für den geplanten Bau der Bundesstraße B 187n - Ortsumgebung Coswig -
eingeleitet
18.08.2009, Halle (Saale) – 99
- Landesverwaltungsamt
Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 099/09
Landesverwaltungsamt -
Pressemitteilung Nr.: 099/09
Halle (Saale), den 5. August 2009
Planfeststellungsverfahren zum
Ausbau für den geplanten Bau der Bundesstraße B 187n - Ortsumgebung Coswig -
eingeleitet
Das Landesverwaltungsamt hat das
Planfeststellungsverfahren für den geplanten Bau der Bundesstraße B 187n -
Ortsumgebung Coswig eingeleitet.
Die ¿Ortsumgehung Coswig¿ mit einer Länge
von ca. 6,3 km umfährt die Stadt Coswig (Anhalt) in nördlicher Richtung und
verbindet die Anschlussstelle Coswig der BAB A 9 mit der in Planung
befindlichen Ortsumgehung Griebo. Im Rahmen der Baumaßnahme sind aktive
Lärmschutzmaßnahmen, landschaftliche Schutz-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geplant.
In dem Planfeststellungsverfahren ist
auch die Öffentlichkeit zu beteiligen. Dazu werden die Planunterlagen vom
24. August 2009 bis 23. September 2009 während der Dienststunden am Sitz
der Verwaltungsgemeinschaft ¿Coswig (Anhalt)¿ in Coswig (Anhalt) sowie in der
Verwaltung der Lutherstadt Wittenberg zur allgemeinen Einsichtnahme ausliegen.
Während der Auslegungszeit und zwei Wochen danach können Bedenken und
Anregungen zu dem geplanten Vorhaben vorgebracht werden (wegen der Einzelheiten
wird auf die ortsübliche Bekanntmachung verwiesen).
Hintergrund:
Die bestehende B 187 in
der Ortslage Coswig (Anhalt) wird im Einbahnverkehr um das Ortszentrum
herumgeführt und stellt durch die vorhandene Linienführung mit engen
Straßenraum- und schlechten Sichtverhältnissen eine schwierige Verkehrssituation
für die Kfz-Fahrer und die Fußgänger dar.
Für das Jahr 2020 wird eine Steigerung
der Verkehrsbelastung bis zu 17.700 Kfz /24h im Bereich der Ortsdurchfahrt
Coswig prognostiziert. Dies bewirkt zwangsläufig erhöhte Belastungen für die
Anwohner und Beeinträchtigungen der kommunalen Belange in unzumutbarer Weise,
die in Verbindung mit den prognostizierten Steigerungen unvertretbar sind.
Die geplante Trasse verschwenkt nach
dem Baubeginn (Nähe Autobahn-Anschlussstelle Coswig) in nordöstliche Richtung
von der B 187 ab. Bevor die Trasse die Bahnstrecke Roßlau ¿ Wittenberg mit
einem Brückenbauwerk quert, erfolgt die Anbindung der B 187 aus Richtung Coswig
sowie des Gewerbegebietes ¿Buroer Feld¿ über einen ¿Knoten¿. Nach der Querung
der Bahnlinie schwenkt die Trasse in einem großen Bogen in Richtung Katharinenholz
und auf das WASAG-Gelände zu. Das WASAG-Gelände wird am nördlichen Rand tangiert.
Das alte Bahnhofsgelände wird nördlich umfahren, bevor die Trasse südlich
zwischen den Wasserflächen und dem Gewerbegebiet auf die L 121 stößt. Die L 121
wird mit einem weiteren ¿Knoten¿ angebunden, bevor das freie Feld auf der
Trasse des Wirtschaftsweges ¿ der südlich der B 187n neu errichtet wird -
überquert wird. Im weiteren Verlauf führt die Trasse in einem Abstand von ca.
60 m am nördlichen Rand der Siedlung ¿Eigenheim¿ vorbei und quert das
FFH-Gebiet ¿Pfaffenheide-Wörpener Bach nördlich Coswig¿. Der Steigergraben
innerhalb des FFH-Gebietes wird mit einem Brückenbauwerk überquert. Im weiteren
Verlauf wird die Wohnbebauung an der Wörpener Landstraße südlich umfahren. Nach
einer Anbindung der L 123 an die B 187n mit einem weiteren ¿Knoten¿ verläuft
die Trasse weiter bis zum Bauende, an das die Anbindung der OU Griebo erfolgen
soll.
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