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Vereinbarung zwischen Verkehrs-
und Kultusministerium regelt archäologische Grabungen bei Straßenbaumaßnahmen

07.08.2009, Magdeburg – 105

  • Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:

105/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung

und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 105/09

 

 

 

Magdeburg, den 7. August 2009

 

 

 

Vereinbarung zwischen Verkehrs-

und Kultusministerium regelt archäologische Grabungen bei Straßenbaumaßnahmen

 

 

 

Das Verkehrs- und das

Kultusministerium des Landes haben jetzt eine Grundsatzvereinbarung

geschlossen, in der die Durchführung archäologischer Grabungen bei

Straßenbaumaßnahmen geregelt wird. ¿Dadurch können wir wichtige

Verfahrensabläufe noch besser koordinieren, zugleich effizient und

ergebnisorientiert gestalten¿, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr.

Karl-Heinz Daehre. Er bezeichnete die Übereinkunft als beispielhaft für das

beiderseitige Bestreben, die Bewahrung von Kulturgütern mit dem zügigen Ausbau

der Infrastruktur in Übereinstimmung zu bringen. Kultusminister Jan-Hendrik

Olbertz fügte hinzu: ¿Archäologie und Straßenbau stehen sich keineswegs

unversöhnlich gegenüber; das zeigen u.a. die beiden Bauvorhaben A38 und B6n.¿

 

 

 

Nach Auskunft von Daehre

übernehmen der Landesbetrieb Bau und das Landesamt für Denkmalpflege und

Archäologie die Umsetzung der Vereinbarung. Bauverzögerungen seien damit künftig

weitgehend ausgeschlossen, erklärte er. Gerade im Hinblick auf die Umsetzung

der im Konjunkturpakt II beschlossenen Baumaßnahmen sei diese gegenseitige

vertragliche Absicherung bundesweit beispielgebend, betonte er.

 

 

 

In den vergangenen Jahren

hat das Land Sachsen-Anhalt zahlreiche Autobahnen und Bundesstraßen neu gebaut.

Zugleich wurden dabei auch wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, um

die wechselvolle Geschichte vergangener Jahrhunderte zu dokumentieren. ¿Dabei

ist es zunehmend besser gelungen, archäologische Grabungen und Bauarbeiten

terminlich gut aufeinander abzustimmen¿, bestätigte Olbertz. Die Behauptung,

hier würden verschiedene Interessen kollidieren, sei durch die Praxis längst

widerlegt.

 

 

 

 

 

Zu Ihrer Information:

 

 

 

Durch die Grabungen kamen

historische Erkenntnisse der vergangenen Jahrtausende ans Tageslicht. Beispielsweise

wurde beim Bau der A38 in der Nähe von Eisleben ein Gräberfeld aus der

mittleren bis späten Bronzezeit (1600 - 1300 v. u. Z.) entdeckt und

ausgewertet. Außerdem wurden zwei

Siedlungen erfasst, die überwiegend von der Bronzezeit bis in die frühe

Eisenzeit (2200 - 780 v. u. Z) bewohnt waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Landesentwicklung und

Verkehr

Pressestelle

Turmschanzenstraße 30

39114 Magdeburg

Tel: (0391) 567-7504

Fax: (0391) 567-7509

Mail:

presse@mbv.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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