Auseinandersetzung mit nicht
auszuschließendem politischen Hintergrund
05.07.2009, Magdeburg – 326
- Polizeirevier Magdeburg
Polizeirevier Magdeburg - Pressemitteilung Nr.: 326/09
Polizeirevier Magdeburg -
Pressemitteilung Nr.: 326/09
Magdeburg, den 5. Juli 2009
Auseinandersetzung mit nicht
auszuschließendem politischen Hintergrund
Eine
19-jährige Magdeburgerin sowie ein 19- und ein 21-jähriger Magdeburger wurden
am heutigen Sonntagmorgen Opfer mehrer Straftaten. Die Geschädigten befanden
sich gegen 03:05 Uhr an der Bushaltestelle am Eichplatz. Zu diesem Zeitpunkt
näherte sich eine größere Personengruppe, aus welcher sich eine zunächst
unbekannte männliche Person löste, auf die Geschädigten zukam und diese verbal
mit den Worten ¿Scheiß Zecken¿ beleidigte. Daraus entwickelte sich eine
tätliche Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Täter die beiden männlichen
Geschädigten in deren Gesichter schlug. Anschließend stellte sich der Täter vor
die weibliche Geschädigte, zeigte den sogenannten Hitlergruß und äußerte auch
die Worte ¿Heil Hitler¿. Kurz bevor sich der Täter vom Tatort entfernte, drohte
er den Geschädigten weitere Verletzungen ihrer körperlichen Integrität an,
falls sie die Polizei über das Vorgefallene informierten. Die Geschädigten
wandten sich kurze Zeit später dennoch an die Polizei und teilten den
Sachverhalt mit. Die ohne Zeitverzug eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen nach dem
Täter führten bereits wenige Minuten später zur Ergreifung eines
Tatverdächtigen ¿ einem 21-jährigen Magdeburger. Da dieser bereits wegen
ähnlicher Delikte polizeilich bekannt ist und die Geschädigten dem äußeren
Anschein nach dem linksorientierten Spektrum zuzuordnen waren, kann eine
politische Motivation für die Tat nicht ausgeschlossen werden. Daher hat der
Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen. Im Einzelnen wurden gegen
den Tatverdächtigen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der
Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und des Verwendens von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. (bro.)
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