Weitere Ansiedlungsflächen sollen
geschaffen werden
Haldensleben: Minister Tiefensee und Haseloff bei erstem Rammschlag zum Ausbau
des Hafens
29.06.2009, Magdeburg – 133
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 133/09
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 133/09
Magdeburg, den 26. Juni 2009
Weitere Ansiedlungsflächen sollen
geschaffen werden
Haldensleben: Minister Tiefensee und Haseloff bei erstem Rammschlag zum Ausbau
des Hafens
Im Beisein von Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung, und Dr. Reiner Haseloff, Minister für Wirtschaft und Arbeit
des Landes Sachsen-Anhalt, ist heute in Haldensleben (Landkreis Börde) ein
symbolischer erster Rammschlag zum Ausbau des am Mittellandkanal gelegenen
Sondergebietes Südhafen vorgenommen worden. Dieses Bauvorhaben ist Teil des
Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17, das den Ausbau der 280 km langen
West-Ost-Wasserstraßenverbindung vom Raum Hannover bis Berlin vorsieht. Die
Infrastrukturmaßnahme, durch die weitere Ansiedlungsflächen zugänglich gemacht
werden sollen, umfasst ein Investitionsvolumen von 7,4 Mio. Euro. Die beantragte
Förderung über die Gemeinschaftsaufgabe ¿Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur¿ (GA) beläuft sich auf 5,2 Mio. Euro.
Haseloff sagte: ¿Der Binnenschifffahrt kommt eine
Schlüsselrolle im Logistikkonzept des Landes zu. Sachsen-Anhalt ist das
ostdeutsche Binnenschifffahrtsland Nummer eins. Fast 50 Prozent der in den
neuen Bundesländern im Rahmen der Binnenschifffahrt umgeschlagenen Güter
entfallen auf unser Land. Auch wenn die derzeitige Finanzmarktkrise das
Transportaufkommen weltweit zurückgehen lässt, ist eines ganz klar: Die
fortschreitende Vernetzung von Unternehmen mit Märkten wird die Logistikbranche
mittelfristig wieder überproportional wachsen lassen.¿ Da etwa ein Viertel des gesamten Umschlags in der Binnenschifffahrt
Sachsen-Anhalts in Haldensleben abgewickelt wird, komme dem Hafenplatz
eine ganz besondere Bedeutung zu, so der Minister weiter.
Der Haldenslebener Hafen gehört mit
seiner modernen, leistungsfähigen Umschlagtechnik und seiner Vielfalt an
Umschlagtechniken neben Magdeburg,
Aken, Dessau-Roßlau und Halle zu den fünf
landesbedeutsamen Häfen in Sachsen-Anhalt und ist von europäischem Rang. Die
günstige Lage nahe dem Schnittpunkt von Elbe und Mittellandkanal und die Nähe
zu den großen Kalivorkommen und zu einer landwirtschaftlich hochproduktiven
Region bilden das Fundament für die positive Entwicklung.
Die positive Entwicklung der Binnenschifffahrt in Sachsen-Anhalt
lässt sich an den folgenden aktuell verfügbaren Zahlen ablesen: Nach dem
wendebedingten Rückgang im Jahr 1991 auf 2,7 Mio. Tonnen ist der Güterumschlag
in den Häfen und an den Verladestellen des Landes kontinuierlich gestiegen. Mit
rund 7,9 Mio. Tonnen wurde dieser Positivtrend auch im vergangenen Jahr
fortgesetzt ¿ im Vergleich zu 2002 bedeutet dies einen Zuwachs von fast einem
Drittel.
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