Ministerpräsident Böhmer:
Solidarisches Handeln gehört zu unseren Grundwerten
24.06.2009, Magdeburg – 353
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 353/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 353/09
Magdeburg, den 24. Juni 2009
Ministerpräsident Böhmer:
Solidarisches Handeln gehört zu unseren Grundwerten
¿Solidarisches Handeln und Sozialleistungen gehören zu
unseren demokratischen Grundwerten. Angesichts demografischer Veränderungen,
Wirtschaftskrisen und Globalisierungsprozessen muss aber über die Zukunft
unseres Sozialsystems nachgedacht werden. Die Bewältigung dieser
Herausforderungen darf nicht erst auf künftige Generationen verschoben werden.¿
Das sagte heute Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer in Magdeburg
beim ¿Sozialgipfel Sachsen-Anhalt¿, zu dem die Landesverbände Sachsen-Anhalt
der Volkssolidarität und des Sozialverbandes Deutschland, der Sozialverband VdK
und der Bund der Ruheständler, Rentner und Hinterbliebenen eingeladen hatten.
In Deutschland würden, so der Regierungschef, aktuell rund
147 Mrd. ¿ für Sozialleistungen ausgegeben werden. Das sei fast die Hälfte des
Bundeshaushaltes und europaweit ein Spitzenwert. In den neuen Bundesländern sei
die Sozialquote um rund 18 % höher als in den alten Bundesländern.
Wichtig sei es, Wege zur Verringerung des Armutsrisikos
weiter zu entwickeln. Die Landesregierung mache sich daher unter anderen dafür
stark, dass Kinder aus ärmeren Familien echte Chancen vom Kindergarten über
Grund- und Sekundarschule bis hin zur Ausbildung und zum Studium erhielten.
Erste Schritte zur Senkung der Schulabbrecherquote seien gemacht.
Zukunftsorientierte Sozialprojekte wie das Landesprojekt ¿Transformation der
medizinischen Versorgung ¿ vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung¿
seien ebenfalls auf den Weg gebracht worden.
Hintergrund:
Innerhalb der Europäischen Union gehört Deutschland mit
einer Sozialquote von rund 29 % (2006) zur Spitzengruppe. Hierzu zählen auch
die Niederlande mit 29,3 %, Belgien mit 30,1 %, Schweden mit 30,7 % und
Frankreich mit 31,1 %. Das Land mit der geringsten Sozialquote in der
Europäischen Union ist Lettland mit 12,2 %.
Impressum:
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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