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DDR-Geschichte ist fester
Bestandteil des Unterrichts in allen Jahrgängen und Schulformen

23.06.2009, Magdeburg – 351

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 351/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 351/09

 

 

 

Magdeburg, den 23. Juni 2009

 

 

 

DDR-Geschichte ist fester

Bestandteil des Unterrichts in allen Jahrgängen und Schulformen

 

¿Eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des geteilten

Deutschland und der DDR-Geschichte ist für die Schulen unumgänglich, wenn es um

die Vermittlung bedeutsamen Wissens, aber auch um die politische Bildung und

Demokratieerziehung geht.¿ Die daraus erwachsende Verantwortung erstrecke sich

nicht allein auf die Umsetzung von Rahmenrichtlinien, sondern auf die

Entwicklung eines lebendigen und anschaulichen Geschichtsbildes, das die DDR

nicht verkläre, aber auch nicht verteufele. Eine große Herausforderung für die

meisten Lehrer sei ihre Doppelrolle. Als Vermittler von Wissen über eine Zeit,

die für sie auch persönlich erlebte Geschichte ist, seien sie Lehrer und Zeitzeugen

zugleich.

 

Das sagte Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz in

der heutigen Kabinettspressekonferenz, auf der er über die Antwort der

Landesregierung auf eine Große Anfrage der CDU-Fraktion zur ¿Geschichte der DDR

im Unterricht an den Schulen des Landes Sachsen-Anhalt¿ informierte.

 

Schon die Grundschulen, so Olbertz, stünden im Rahmen

ihrer Eigenständigkeit vor der Aufgabe, geeignete Inhalte der DDR-Geschichte

auszuwählen und im ¿historischen Bereich¿ des Sachunterrichts zu thematisieren.

An den Sekundarschulen und Gymnasien werde mit den älteren Jahrgängen mehr und

mehr eine deutsch-deutsche Geschichtsbetrachtung möglich, hauptsächlich in den

Fächern Geschichte, Sozialkunde, Deutsch, Ethik und Politik, aber auch

fächerübergreifend z.B. in Literatur und Musik.

 

Die Bandbreite der verfügbaren Unterrichtsmittel erstreckt

sich auf alle Formen von Veröffentlichungen (Bild, Ton, Schrift). Ebenso werden

Spielfilme und Fernsehdokumentationen, Auszüge aus Stasi-Akten und Unterlagen

des Ministeriums für Staatssicherheit einbezogen. ¿Sehr wichtig für einen

anschaulichen und authentischen Geschichtsunterricht ist die Einbeziehung außerschulischer

Lernorte wie Gedenkstätten, Museen sowie die Begegnung mit exponierten

Zeitzeugen¿, sagte Minister Olbertz. So besuchen die Schülerinnen und Schüler

der 9. Klassen Gedenkstätten wie ¿Opfer des Stalinismus¿ in Magdeburg, den

¿Roten Ochsen¿ in Halle, in Berlin Hohenschönhausen, ¿Neues Forum¿ in Leipzig oder

besichtigen die ehemaligen Grenzanlagen. Sie interviewen Zeitzeugen, die wegen

ihres Protestes gegen das System von der Stasi verfolgt und inhaftiert wurden.

In den Gymnasien wird der Akzent besonders auf die 1980ger Jahre und die Zeit

nach dem Mauerfall im Herbst 1989 gelegt.

 

¿Ziel des Unterrichts¿, so Olbertz, ¿ist eine klare

Unterscheidung zwischen einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat und einer

Partei-Diktatur.¿

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de