Kabinett schreibt
Personalentwicklungskonzept fort
16.06.2009, Magdeburg – 337
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 337/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 337/09
Magdeburg, den 16. Juni 2009
Kabinett schreibt
Personalentwicklungskonzept fort
Auf seiner heutigen Sitzung hat das Kabinett eine Vorlage
des Finanzministers zur Kenntnis genommen, in der das Personalentwicklungskonzept
(PEK) 2009 ¿ 2025 (wie in jedem Jahr) fortgeschrieben und aktualisiert wird.
Die abschließende Beschlussfassung des PEK ist nach ausführlicher Diskussion
zur Aufstellung des Doppelhaushaltes 2010/2011 für den 18. August vorgesehen.
Finanzminister Jens Bullerjahn: ¿Wir haben eine qualitativ
verbesserte Fortschreibung des bisherigen Personalentwicklungsprogramms vorgelegt.
Dies gilt vor allem für drei Punkte : Wir haben die veränderten Zielzahlen
in anderen Bundesländern einbezogen, die verlängerte Lebensarbeitszeit
der Tarifbeschäftigten wurde berücksichtigt, und wir haben die aktuellen
Zahlen über den Bevölkerungsrückgang in die Berechnungen einbezogen.
Außerdem haben wir uns nicht mehr nur allgemein auf die Landesverwaltung
konzentriert, sondern auch konkrete Vorschläge für die einzelnen Bereiche der
Landesverwaltung gemacht.¿
Der Minister weiter: ¿Noch immer beschäftigt
Sachsen-Anhalt erheblich mehr Personal als andere Länder. Aber nur eine
Beschränkung der Personalausgaben lässt in den nächsten Jahren Spielraum zur
Finanzierung anderer Landesaufgaben. Während in Sachsen-Anhalt im Jahre 2007
22,7 Vollzeitbeschäftigte auf 1.000 Einwohner kamen, müssen die Steuerzahler
beispielsweise in den westdeutschen Flächenländern im Durchschnitt nur für 19,1
Vollzeitbeschäftigte aufkommen. Zusätzlicher Anpassungsbedarf wird durch die
Entwicklung in den anderen Bundesländern entstehen, da diese auch eine weitere
Personalreduzierung planen und einige Länder (z.B. Schleswig-Holstein) bereits
heute 17 Vollzeitäquivalente je 1.000 Einwohner erreicht haben.
Mit dem Personalentwicklungskonzept soll der
Personalbestand diesem Länderdurchschnitt angepasst werden. Er wird damit auf
ein finanziell dauerhaft tragfähiges Niveau reduziert. So wird ein wichtiger
Beitrag für eine nachhaltige Finanzpolitik geschaffen. Wichtig wird jetzt eine
Diskussion über Schwerpunkte unserer Arbeit und eine entsprechende Aufgabenkritik
sein.¿
Mit dem jetzt aktualisierten PEK 2009 bis 2025 wird die
Umsetzung des bereits beschlossenen Stellenabbaus weiter konkretisiert. Der
Stellenbestand soll dabei von 60.000 Stellen im Jahr 2009 um ein Drittel auf
40.300 Stellen im Jahre 2025 reduziert werden. Die Personalentwicklungsplanung
ist jedoch auch in den kommenden Jahren weiterhin an aktuelle Entwicklungen
anzupassen. So wurde die Erhöhung der Lebensarbeitszeit für die
Tarifbeschäftigen des Landes bereits berücksichtigt. Eine Entscheidung über
die Art und Weise der Heraufsetzung der Lebensarbeitszeit für Beamte ist
noch zu treffen. Einen entsprechenden Vorschlag wird das Innenministerium in
den kommenden Wochen erarbeiten.
Anfang 2010 wird die 5. Regionalisierte
Bevölkerungsprognose erwartet. Diese wird einen höheren
Bevölkerungsrückgang als bisher prognostizieren. Dadurch entsteht weiterer
Anpassungsbedarf, um die Quote von 19 Vollzeitäquivalenten je 1.000 Einwohner
aufrecht zu erhalten. Die derzeitige Zielsetzung in Sachsen-Anhalt wird dann
unter anderem nur bei veränderten Neueinstellungskorridoren zu erreichen sein.
¿Der Stellenabbau wird¿, so betonte der Minister, ¿auch in
Zukunft sozialverträglich erfolgen. Er soll ausschließlich durch
altersbedingtes Ausscheiden von Bediensteten, sonstige Fluktuation und
Anpassung des Einstellungskorridors bewältigt werden. Kündigungen sind nicht
vorgesehen. Eine Änderung der bereits bestehenden Einstellungskorridore bis
2011 ist nicht vorgesehen.¿
Die Landesregierung wird die Diskussion um das
Personalentwicklungskonzept in den kommenden Monaten parallel zur
Haushaltsaufstellung führen. Die Verabschiedung des PEK ist für
August/September dieses Jahres vorgesehen.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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