Inneministerkonferenz für
Feuerwehrführerschein
05.06.2009, Magdeburg – 140
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 140/09
Ministerium des Innern -
Pressemitteilung Nr.: 140/09
Magdeburg, den 5. Juni 2009
Inneministerkonferenz für
Feuerwehrführerschein
Hövelmann: Verkehrssicherheit und Katastrophenschutz unter
einen Hut bringen
Nach dem Bundesrat hat sich heute auch die Innenministerkonferenz in
Bremerhaven dafür ausgesprochen, für Feuerwehren, freiwillige
Hilfsorganisationen, technische Hilfsdienste und andere Einheiten des
Katastrophenschutzes den Einsatz von Hilfsfahrzeugen zu erleichtern.
Hintergrund: Den Freiwilligen Feuerwehren stehen immer weniger Fahrzeugführer
für Einsatzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 7,5
Tonnen zur Verfügung. Grund dafür ist die Neuregelung der Führerscheinklassen
nach EU-Recht vor zehn Jahren. Seitdem dürfen mit einer Fahrerlaubnis der
Klasse B (Pkw) nur noch Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen
gefahren werden.
¿Die Freiwilligen Feuerwehren sind das Rückgrat nicht nur für den Brand-,
sondern auch für den Katastrophenschutz¿, erklärte dazu Sachsen-Anhalts
Innenminister Holger Hövelmann (SPD). ¿Wenn wir nur noch Berufskraftfahrer als
Nachwuchs rekrutieren können, bricht dieses Rückgrat weg. Lkw-Führerscheine für
alle Freiwilligen Feuerwehren sind aber auch keine Lösung. Deshalb muss im
nationalen Recht eine Ausnahmeregelung geschaffen werden, wie sie in dem von
der Europäische Union gesetzten Rahmen ausdrücklich für den Katastrophenschutz
vorgesehen ist.¿
Die Innenminister unterstützten heute einen Bundesratsbeschluss vom 15. Mai
2009. Er sieht vor, dass Angehörige von Feuerwehren und Hilfsorganisationen,
die seit mindestens zwei Jahren einen Führerschein der Klasse B haben, zur
Erfüllung ihrer Aufgaben Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 4,75 Tonnen
fahren dürfen. Wenn sie eine entsprechende Praxisübung absolvieren, soll diese
Grenze auf 7,5 Tonnen angehoben werden können.
Hövelmann: ¿Wir wollen Verkehrssicherheit und Katastrophenschutz nicht
gegeneinander ausspielen. Es geht um eine verlässliche Lösung, die beide
Anforderungen zusammenführt. Ich hoffe, dass wir mit dem Bundesverkehrsminister
schnell dazu ins Gespräch kommen.¿
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