VNG und Gazprom Export gründen
Gemeinschaftsunternehmen
Erdgasspeicher ?Katharina?: Haseloff erfreut über
350-Millionen-Euro-Investition in Sachsen-Anhalt
02.06.2009, Magdeburg – 102
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 102/09
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 102/09
Magdeburg, den 19. Mai 2009
VNG und Gazprom Export gründen
Gemeinschaftsunternehmen
Erdgasspeicher ¿Katharina¿: Haseloff erfreut über
350-Millionen-Euro-Investition in Sachsen-Anhalt
Start für die ¿Erdgasspeicher Peissen GmbH¿: Die
Verbundnetz Gas AG (VNG) und die OOO Gazprom Export, eine 100-prozentige
Tochtergesellschaft der OAO Gazprom, haben heute in Berlin das
Gemeinschaftsunternehmen zur Errichtung und zum Betrieb eines
Untergrundgasspeichers (UGS) für Erdgas gegründet. ¿Wir wollen gemeinsam mit
unserem Partner Gazprom rund 350 Mio. Euro investieren und zehn unterirdische
Kavernen ausrüsten und stufenweise in Betrieb nehmen¿, sagte der
Vorstandsvorsitzende von VNG, Prof. e.h. Dr. Klaus-Ewald Holst. ¿Nach einem
Investitionszeitraum von 15 Jahren wird ein Arbeitsgasvolumen von fast 600 Mio.
m³ zur Verfügung stehen.¿ Standort des Gasspeichers ist eine Steinsalzlagerstätte,
der so genannte ¿Bernburger Sattel¿, in der Magdeburger Börde
(Sachsen-Anhalt).
Der neue UGS wird den Namen Katharina tragen. Damit
würdigen die Kooperationspartner die russische Zarin Katharina II., die vor 280
Jahren, am 2. Mai 1729, als Sophie Auguste Friederike Prinzessin von
Anhalt-Zerbst geboren wurde.
Im April 2008 vereinbarten VNG und OOO Gazprom
Export in Moskau den Bau einer neuen großen Speicheranlage. Die heute
gegründete Projekt- und Speichergesellschaft wird, nach Erteilung aller
behördlichen Genehmigungen, der Auftraggeber für die umfangreichen
Investitionen sein. Partner der VNG ist im Auftrage der OOO Gazprom Export, die
ZMB GmbH Berlin, eine Tochtergesellschaft der Gazprom Germania GmbH.
¿Die Verbundnetz Gas AG gehört zu den wichtigsten
Stützen der regionalen Wirtschaft¿, betonte Dr. Reiner Haseloff, Minister für
Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt. ¿Als Arbeitgeber und Ausbilder
für die Menschen in Mitteldeutschland sowie als Auftraggeber für viele Zulieferbetriebe
und Dienstleister ist der größte ostdeutsche Gasversorger unverzichtbar.¿
Ausdruck dessen sei auch die geplante Errichtung des unterirdischen
Erdgasspeichers Katharina. Haseloff: ¿Ich bin froh, dass die Gründung der
Gesellschaft, wie im vergangenen Jahr mit Gazprom in Moskau vereinbart, in
Sachsen-Anhalt erfolgt. Damit finden Investitionen und Wertschöpfung in unserem
Bundesland statt.¿
VNG und Gazprom Export werden mit der neuen
Speicheranlage die Versorgungssicherheit für ihre europäischen Kunden mit
Erdgas erhöhen und dem wachsenden Speicherbedarf in Europa Rechnung tragen. Die
Speicher dienen als Bindeglied zwischen Gasbezug und Gasabsatz und haben eine
wichtige wirtschaftliche Bedeutung. Neben der ursprünglichen Aufgabe des
saisonalen Ausgleichs wird der Speicherbetrieb mehr und mehr für eine flexible
Bezugs- und Absatzoptimierung benötigt.
Neben den Kavernen wird eine Obertageanlage sowie
eine etwa 37 km lange Anbindungsleitung zur Erdgasleitung JAGAL errichtet. Die Errichtung der Obertageanlage erfolgt
stufenweise nach Grad der Inbetriebnahme der Kavernen im Zeitraum von 2009 bis
2016.
VNG betreibt in Bernburg, Bad Lauchstädt,
Kirchheilingen und Buchholz eigene Untergrundgasspeicher mit einem
Gesamtarbeitsgasvolumen von rund 2,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas. Weitere
Investitionen zur Erweiterung des Gesamtvolumens sind geplant.
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