Informationen zu gefährlichen
chemischen Stoffen zentral verfügbar
28.05.2009, Magdeburg – 79
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:
079/09
Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 079/09
Magdeburg, den 28. Mai 2009
Informationen zu gefährlichen
chemischen Stoffen zentral verfügbar
Magdeburg. Behörden in Deutschland können ab heute
über Internet auf einen zentralen Stoffdatenpool zurückgreifen. Eine
entsprechende Internet-Plattform wurde heute in Magdeburg von Sachsen-Anhalts
Umweltministerin Petra Wernicke frei geschaltet. Anwesend waren
Vertreter der beteiligten Bundesländer, des Bundesumweltministeriums und des Bundesumweltamtes.
Wernicke
sagte: ¿Mit wenigen Mausklicks liefert der Datenpool ein genaues und fachlich
gesichertes Bild der Gefahren, die von chemischen Stoffen ausgehen. Die Behörden können somit im Ernstfall schnell und zielsicher reagieren. Das ist so in Europa
einzigartig.¿
Der
Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller,
sagte in einer Erklärung: ¿Dieses gemeinsame Internetangebot von Bund und Ländern zeigt, dass eine Zusammenarbeit bei der Nutzung moderner Technologie allen nützt: Die
Partner erweitern ihre Wissensbasis und sparen dabei Geld; Feuerwehr und
Polizei haben einen einheitlichen Zugang zu wichtigen Informationen im
Katastrophenfall ¿ das kommt nicht zuletzt der Umwelt zu Gute.¿ (Hinweis: Sts.
Müller, der für die Freischaltung angekündigt war, hat sich kurzfristig
entschuldigt)
Der
gemeinsame zentrale Stoffdatenpool des Bundes und der Länder (GSBL) listet über
60.000 Reinstoffe und 325.000 Stoffgemische auf. Physikalische, chemische und
toxikologische Parameter werden genauso aufgeführt wie Informationen, die
Umwelt-, Verbraucher-, Katastrophen- und Arbeitschutz benötigen. Bislang gab es
mehrere verschiedene Datensätze auf individuellen Servern.
Der
GSBL ist die größte deutschsprachige, den Behörden zugängliche Stoffdatenbank. Polizeibehörden können etwa mit dem GSBL das von einem Gefahrguttransporter ausgehende Risiko schnell und
sicher bewerten. Der GSBL bietet Feuerwehreinsatzkräften verlässliche
Informationen bei Bränden oder der Freisetzung von Gefahrenstoffen. Umweltbehörden auf allen Verwaltungsebenen nutzen die Daten in der Gewerbeaufsicht, im Arbeitsschutz und
beim Umgang mit und der Entsorgung von gefährlichen Stoffen.
Aber auch Verbraucherinnen und
Verbraucher und Gewerbetreibende können, wenn auch in eingeschränktem Umfang,
die verständlich aufbereiteten Informationen nutzen. Beteiligt sind an dem gemeinsamen Webserverdienst neben dem Umweltbundesamt und Sachsen-Anhalt die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und
Thüringen. Sachsen-Anhalt ist in dem Kooperationsprojekt derzeit federführend. Der Datenpool ist erreichbar unter www.gsbl.de.
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