Land fördert Projekt zu
beruflicher Qualifizierung mithilfe virtueller Realität
Haseloff: Unternehmensalltag ohne virtuelle Techniken künftig nur sehr schwer
denkbar
15.05.2009, Magdeburg – 95
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 095/09
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 095/09
Magdeburg, den 14. Mai 2009
Land fördert Projekt zu
beruflicher Qualifizierung mithilfe virtueller Realität
Haseloff: Unternehmensalltag ohne virtuelle Techniken künftig nur sehr schwer
denkbar
Nichts verändert sich so schnell wie die moderne
Technik. So erneuert sich im Laufe eines Berufslebens Einiges: die Technik und
Maschinen am Arbeitsplatz oder der Beruf selbst. Menschen, die in ihrem Beruf
mit komplexen Maschinen und Anlagen arbeiten, müssen besonders schnell und
sicher damit umgehen können. Mit dem Projekt ViReKon wollen die RKW
Sachsen-Anhalt GmbH, Bildungsdienstleister und Unternehmen neue Wege für die
berufliche Qualifizierung beschreiten ¿ mit virtueller Realität. Mit ihr lässt
sich kompliziertes Fachwissen viel einfacher und kostengünstiger vermitteln als
mit bisherigen Lehrmaterialien. Daher soll die virtuelle Realität in
Sachsen-Anhalts kleinen und mittleren Unternehmen alltägliches Arbeitsmittel
werden.
Auf dem heutigen ViReKon-Unternehmertag am Virtual Development
and Training Centre VDTC des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung
IFF zeigte sich Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff überzeugt:
¿Sachsen-Anhalts Unternehmen können mit der weltweiten Konkurrenz nur mithalten,
wenn Fortschritt und Innovation bei Ihnen gelebt werden. Früher waren es
CAD-Konstruktionsprogramme, heute ist es die Virtuelle Realität. Ein Unternehmensalltag
ohne Virtuelle Techniken ist in Zukunft nur sehr schwer denkbar.¿
In dem Projekt ViReKon, das aus Mitteln der
Europäischen Union und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert wird, qualifizieren
das Technologie- und Berufsbildungszentrum Magdeburg gGmbH und die Schweißtechnische
Lehr- und Versuchsanstalt Halle
GmbH Ingenieure und Mechaniker künftig an virtuellen Maschinen. Ausbilder
entwickeln gemeinsam mit Experten des Fraunhofer-IFF dafür spezielle E-Learning
Methoden. Im Cyberspace entstehen die virtuellen Modelle genau der Maschinen,
an denen die Bediener und Wartungsmechaniker später arbeiten.
So erlernen beispielsweise zukünftige
Zerspanungsmechaniker, wie man die Arbeitsvorbereitung trifft, ein Werkstück
korrekt in eine CNC-Drehmaschine einspannt und die Maschine richtig für die
Bearbeitung programmiert. Damit nicht genug: Als Botschafter für den
Fortschritt gelangt die virtuelle Drehmaschine aus der Schulung direkt in das Unternehmen
und kann dort vielseitig eingesetzt werden: Für die Schulung
der Kollegen oder als interaktive Wartungsanleitung sind die virtuellen Modelle
bestens geeignet. In anderen Anwendungsfällen nutzt man die virtuellen Modelle
für die Qualitätsprüfung oder als attraktives Marketinginstrument für den
Vertrieb.
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