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Innenstaatssekretär Erben bei Gedenkfeier zur
Ehrung der Toten des Kriegsgefangenenlagers Altengrabow

30.04.2009, Magdeburg – 123

  • Ministerium für Inneres und Sport

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 123/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium des Innern -

Pressemitteilung Nr.: 123/09

 

 

 

Magdeburg, den 3. Mai 2009

 

 

 

 

 

Innenstaatssekretär Erben bei Gedenkfeier zur

Ehrung der Toten des Kriegsgefangenenlagers Altengrabow

 

 

 

Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) hat

am heutigen Tag an der Gedenkfeier zur Ehrung der Kriegstoten des

Kriegsgefangenenlagers Stalag XI A Altengrabow teilgenommen.

 

Die Gedenkfeier wurde vom Förderverein ¿Gedenkstätte Kriegsgefangenenlager und

Sammlung Truppenübungsplatz Altengrabow e.V.¿ ausgerichtet und fand zum dritten

Mal statt. In seiner Rede ging der Innenstaatssekretär auf die Geschichte des

Lagers ein und erinnerte an dessen ungeheuerlichen Ausmaße. So waren während

des 2. Weltkrieges dort bis zu 60.000 Kriegsgefangene aus einer Vielzahl von

Nationen gefangenen gehalten worden. Viele der Inhaftierten sind dabei unter

den menschenunwürdigen Bedingungen ums Leben gekommen oder wurden exekutiert.

 

Erben verwies darauf, dass trotz dieser Tatsachen das Gefangenenlager in

Altengrabow der Öffentlichkeit bislang nur wenig bekannt sei und äußerte sich

erfreut über das große Engagement des Fördervereins bei der Aufarbeitung der

Vergangenheit dieses geschichtsträchtigen Ortes.

 

¿Bereits im letzten Jahr habe ich meine Hoffnung geäußert, dass Altengrabow

kein weißer Fleck in der Vergangenheitsaufarbeitung unseres Landes bleibt. Mit

dem heutigen Tag ist festzustellen, dass wir wieder ein gutes Stück

vorangekommen sind. So konnten durch großes persönliches Engagement vieler

tatkräftiger Helfer weitere finanzielle Mittel mobilisiert werden, die die

Errichtung eines Mahnmals ermöglichen sollen.¿

 

Erben wies darauf hin, welche wichtige Bedeutung authentische Orte für die

aktive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit besitzen und mahnte, dass die

Erinnerungen an die durch die Nationalsozialisten begangenen Verbrechen an der

Menschheit keinesfalls verblassen dürfen.

Rüdiger Erben: ¿Der Tod von Millionen, das unfassbare Leid der Überlebenden,

die Qualen der Opfer - sie sind unser Auftrag, eine bessere Zukunft zu

schaffen. Wir können die Vergangenheit weder ungeschehen machen, noch wirklich

bewältigen. Aber wir können daraus lernen! Orte wie diese mahnen uns, die

Geschehnisse der Geschichte weder zu vergessen noch zu verdrängen.¿

 

Den Blick in die Gegenwart gerichtet machte der Staatssekretär in diesem

Zusammenhang deutlich, dass jegliche Anzeichen von Antisemitismus, Rassismus

und Fremdenfeindlichkeit nicht zu tolerieren sind und bereits im Keim erstickt

werden müssen.

Rüdiger Erben: ¿Wir dürfen demokratische Werte nicht nur akzeptieren, sondern

müssen für diese auch aktiv eintreten! Alte wie neue Nazis dürfen nie wieder

auch nur einen Fußbreit Raum in unserer Gesellschaft erlangen.¿

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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