Erfolgreicher
Verhandlungsabschluss sichert Arbeitsplätze
Einigung mit Investoren über Weiternutzung des Henkel-Standorts Genthin
27.04.2009, Magdeburg – 81
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 081/09
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 081/09
Magdeburg, den 27. April 2009
Erfolgreicher
Verhandlungsabschluss sichert Arbeitsplätze
Einigung mit Investoren über Weiternutzung des Henkel-Standorts Genthin
Erklärung des Ministeriums für
Wirtschaft und Arbeit:
Der Henkel-Standort Genthin hat Zukunft. Die
drohende Schließung des Werks und die Einstellung der Produktion am wichtigsten
Industriestandort Genthins sind abgewehrt. In konzertierter Aktion von Henkel
und dem Wirtschaftsministerium von Sachsen-Anhalt konnten Investoren gewonnen
werden, die die Lücken nicht nur füllen, sondern Expansion am Standort
versprechen. Für alle Henkel-Mitarbeiter am Standort
kann eine Lösung gefunden werden. Genthin wahrt seine Tradition als
Waschmittel-Produzent.
¿Sofort nach der Ankündigung der beabsichtigen
Schließung des Henkel-Standorts Genthin hat sich eine gemeinsame Projektgruppe
konstituiert. Dabei war deutlich zu spüren, dass es dem Henkel-Konzern äußerst
wichtig war, den Genthiner Beschäftigten eine Perspektive aufzuzeigen.
Gemeinsam sind wir auf Investorensuche gegangen. Das Wirtschaftsministerium hat
alle Förderinstrumente genutzt, um Investoren von einem Engagement in Genthin
zu überzeugen. Wir sehen uns bei der Stärkung des Standorts auch weiterhin in
der Pflicht¿, betont Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff, der in den
zurückliegenden Monaten selbst einmal in Düsseldorf und zweimal in Magdeburg
Gespräche mit der Henkel-Spitze führte. Darüber hinaus gab es ständig
telefonische Kontakte.
Neben der Investorensuche und der
Investitionsförderung aus der Gemeinschaftsaufgabe Ost hat sich das
Wirtschaftsministerium intensiv für die Klärung der Altlastenproblematik und
die Beschleunigung des Grundstücksverkaufs eingesetzt sowie die Finanzierung
der Investitionen unterstützt. Notwendige Infrastrukturmaßnahmen auf dem
Gelände, zum Beispiel beim Kaimauerbau, sind vereinbart worden.
Gemeinsame Pressemitteilung von
Henkel und dem
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit:
Henkel hat die Verhandlungen zur
künftigen Nutzung des Produktionsstandorts in Genthin erfolgreich
abgeschlossen. Entsprechende Verträge, in denen die Übernahme von Teilbereichen
des Werks in Sachsen-Anhalt durch vier unabhängig voneinander agierende
Investoren geregelt ist, wurden nun unterzeichnet. In enger Zusammenarbeit mit
dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt ist damit
für alle Mitarbeiter in Genthin eine Lösung gefunden worden.
Das Gesamtkonzept sieht vor, dass alle
Mitarbeiter, die nicht entweder an den Henkel-Standort in Düsseldorf wechseln
oder vorzeitig in Pension gehen werden, künftig in Genthin bei den Investoren
beschäftigt werden können.
¿Wir sind sehr froh, den Mitarbeitern
in Genthin mit dieser Lösung eine Perspektive bieten zu können¿, erklärt Dr.
Friedrich Stara, Mitglied des Vorstands von Henkel und verantwortlich für das
Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft. ¿Für uns stand bei den Verhandlungen mit
den Investoren von Beginn an immer die Frage im Mittelpunkt, wie wir es
schaffen, für möglichst viele Mitarbeiter eine Beschäftigung vor Ort
sicherzustellen.¿
¿Ich bin hocherfreut darüber, dass
unser gemeinsamer Kraftakt für den Standort Genthin von Erfolg gekrönt ist¿,
betont Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff. ¿Heute können
wir sagen: Genthin bleibt ein Industriestandort mit Zukunft.¿
Zu den Investoren gehören
Tochtergesellschaften der Hansa-Chemie, der Qualifizierungs- und
Strukturförderungsgesellschaft Genthin (QSG), das Unternehmen ReFood sowie IMB
(Ingenieurbüro Matthias Barth).
Hansa-Chemie, der größte
Einzelinvestor, wird über ihre neugegründete Tochtergesellschaft
Waschmittelwerk Genthin GmbH unter anderem die bestehende Wirbelschichtanlage
übernehmen und Flüssigwaschmittelproduktion betreiben. Allein durch diese
Vereinbarung werden rund 130 Arbeitsplätze am Standort erhalten.
Die QSG, die bereits heute am Standort
in Genthin tätig ist, wird in Zukunft über eine Standortbetreibergesellschaft
(SBG) die Infrastrukturdienstleistungen und das Call-Center am Standort
übernehmen. Der Entsorgungsbetrieb ReFood, der ebenfalls heute schon am Standort tätig ist, wird seine
Aktivitäten weiter ausbauen. Ferner wird der Schlossereibetrieb Barth (IMB) am
Standort tätig. Bei diesen drei Investoren sollen insgesamt rund 30 Mitarbeiter
beschäftigt werden.
Die Vereinbarungen sehen für die
überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter, rund 160 von derzeit 220, eine nahtlose
Weiterbeschäftigung vor. Rund 20 Mitarbeiter wollen von der Möglichkeit des
Wechsels an den Henkel-Standort in Düsseldorf Gebrauch machen. Weiteren rund 50
Mitarbeitern können Vorruhestandsregelungen angeboten werden.
Im Juli 2008 hatte Henkel vor dem
Hintergrund dramatisch gestiegener Transportkosten bekanntgegeben, die deutsche
Produktion von Flüssigwaschmitteln in Düsseldorf zu konzentrieren und bis Ende
2009 am Standort Genthin aufzugeben. Henkel will mit diesem Schritt die
Auslastung seiner Produktionskapazitäten weiter optimieren und die
Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung von Waschmitteln wesentlich verbessern.
Ebenfalls bereits im Juli des
vergangenen Jahres war mit dem Land Sachsen-Anhalt eine Projektgruppe
eingerichtet worden. Diese hatte zum Ziel, mögliche Investoren zu finden, die
den Standort Genthin insgesamt langfristig sichern sollen.
Seit mehr als 130 Jahren ist Henkel führend mit
Marken und Technologien, die das Leben der Menschen leichter, besser und
schöner machen. Das Unternehmen ist in den drei Geschäftsfeldern Wasch- und
Reinigungsmittel, Kosmetik und Körperpflege sowie Adhesive Technologies
(Klebstoff Technologien) aktiv. Über 60 Prozent des Umsatzes erzielt Henkel,
das zu den Fortune Global 500 Unternehmen zählt, mit Konsumentenmarken. Knapp
40 Prozent des Konzernumsatzes kommen aus dem Geschäft mit Industriekunden. Im
Geschäftsjahr 2008 erzielte Henkel einen Umsatz von 14.131 Mio. Euro und ein
bereinigtes betriebliches Ergebnis von 1.460 Mio. Euro. Weltweit engagieren
sich über 55.000 Mitarbeiter dafür, das Leitmotiv des Unternehmens, "A
Brand like a Friend," umzusetzen und sicherzustellen, dass Menschen in
über 125 Ländern der Welt den innovativen Marken und Technologien von Henkel
vertrauen können.
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