Klein, aber fein ? Denkmalfliesen
aus dem Raum Wittenberg
Haseloff ehrt die Zahna Fliesen GmbH als ?Unternehmen des Monats April 2009?
23.04.2009, Magdeburg – 74
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 074/09
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 074/09
Magdeburg, den 23. April 2009
Klein, aber fein ¿ Denkmalfliesen
aus dem Raum Wittenberg
Haseloff ehrt die Zahna Fliesen GmbH als ¿Unternehmen des Monats April 2009¿
Unweit von Wittenberg, in Zahna, werden seit 1891
im Trockenpressverfahren unglasierte Steinzeugfliesen produziert. Der Rohstoff
dafür kam aus den Tongruben im Umland. Wichtigster Absatzmarkt war Berlin. Den
Grundstein dafür legten die Firma Utzschneider und Eduard Jaunez. In den
dreißiger Jahren beschäftigte das Fliesenwerk in Zahna über 600 Mitarbeiter und
war damit das drittgrößte Fliesenwerk Deutschlands. Nach dem 2. Weltkrieg
wurden die Produktionsanlagen von der russischen Besatzungsmacht erst
demontiert, dann später wieder aufgebaut. 1990 wurde das Werk an seine
Alteigentümer rückübertragen und die Zahna Fliesen GmbH gegründet. Das heute
zweitkleinste Fliesenwerk Deutschlands mit 90 Beschäftigten, darunter sieben
Auszubildende, fertigt mit modernster Schnellbrandtechnologie
Feinsteinzeugfliesen für den industriellen Bereich sowie für die anspruchsvolle
Sanierung und Restaurierung historischer Gebäude.
¿Klein, aber fein ¿ das zeichnet das Fliesenwerk
Zahna aus¿, lobte Minister Dr. Reiner Haseloff bei der Ehrung als ¿Unternehmen
des Monats April 2009¿. ¿Zahna liefert kaum Massenware, sondern handgefertigte
Spezialanfertigungen in kleinen Mengen und speziellen Farben und Formen für die
Denkmalpflege sowie hochbelastbare Fliesen für besonders beanspruchte Gewerbeobjekte,
vorrangig in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, in Molkereien, in der
Pharmaindustrie sowie in Supermärkten. Hier werden alte Traditionen gepflegt
und weiterentwickelt, die als Produkte aus Sachsen-Anhalt einen hervorragenden
Ruf haben.¿ Brauereien wie Wernesgrüner, Hasseröder, Beck¿s und Krombacher,
Molkereien von Müllermilch, Firmen von Dr. Oetker und Granini haben Bodenbeläge
aus Zahna. Originalgetreu nachgestaltete historische Fliesen zieren Gymnasien
in Altenburg und Stollberg, das Fürst-Pückler-Schloss in Bad Muskau, den
Meißner Dom und viele Denkmalobjekte in Berlin, Sachsen-Anhalt, St. Petersburg
sowie den Baltischen Republiken. Eine der jüngsten Entwicklungen sind Fliesen
für die Fassadengestaltung auf Wärmedämm-Verbundsystemen. Sie sind besonders
interessant für die Sanierung von Plattenbauten und sprechen für den Anspruch
des Unternehmens, seine Marktpositionen auch angesichts starker internationaler
Wettbewerber und eines harten Preiskampfes zu behaupten.
Die Zahna Fliesen GmbH zählte 2008 zu den 100
besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand, ermittelt in einem bundesweiten,
branchenübergreifenden Unternehmensvergleich, der seit 2002 herausragende
Personalpolitik bei Mittelständlern ermittelt und honoriert.
Seit 1990 hat das Unternehmen bei sechs Vorhaben
fast 30 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Produktion
gesteckt.
Zum ¿Unternehmen des Monats¿: Die
Ehrung als ¿Unternehmen des Monats¿ erfolgt seit Juli 2006 durch das
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit. Auswahlkriterien sind unter anderem eine
auffallend positive Entwicklung des Unternehmens und/oder ein außergewöhnlich
hoher Auftragseingang, die Markteroberung durch neue, technisch und/oder
technologisch herausragende Entwicklungen, Investitionen mit besonders hohem
Beschäftigungseffekt, außergewöhnliches Engagement bei der Berufsausbildung.
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