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Landesentwicklungsminister
Daehre: Wegzug aus den Städten beendet

21.04.2009, Magdeburg – 43

  • Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:

043/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung

und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 043/09

 

 

 

Magdeburg, den 21. April 2009

 

 

 

Landesentwicklungsminister

Daehre: Wegzug aus den Städten beendet

 

 

 

Die Städte Magdeburg und

Halle liegen seit der Jahrtausendwende mit einem Bevölkerungsrückgang von rund

4,5 Prozent deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 7,8 Prozent. ¿Die

Bereitschaft, in das Umland der Großstädte zu ziehen, ist zum Stillstand

gekommen und hat sich vereinzelt sogar umgekehrt.¿ Das sagte Sachsen-Anhalts

Landesentwicklungsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute in Magdeburg nach der

Kabinettssitzung, in der er den ¿Bericht über die Ergebnisse der

Raumbeobachtung¿ vorgestellt hatte. ¿An dieser Entwicklung wird deutlich, dass

der Stadtumbau-Prozess auf einem guten Weg ist und die Gesamtentwicklung

positiv beeinflusst¿, betonte er.

 

 

 

Nach Auskunft des

Ministers ist zu beobachten, dass junge Leute wieder verstärkt in der Stadt

wohnen wollen. Der Reiz des ländlichen Raumes mit preiswerterem Bauland sei de

facto nicht mehr vorhanden, sagte Daehre. ¿Unsere Großstädte haben zugleich

deutlich an Qualität gewonnen und können nach den Jahren des Stadtumbaus

erfolgreich mit ihren Umlandgemeinden konkurrieren¿, fügte er hinzu. Bauland in

den Stadtrandgebieten und eine gute Innenstadtentwicklung würden gerade junge

Familien und rückzugswillige Jugendliche sowie Studenten anziehen. Nicht

zuletzt das im Jahr 2005 aufgelegte Wohneigentumsprogramm unterstütze diesen

Prozess.

 

 

 

Der ¿Bericht über die

Ergebnisse der Raumbeobachtung¿ befasst sich ebenso mit der Nutzung

erneuerbarer Energien. Hierzu führte Minister Daehre aus: ¿Die planvolle

Konzentration auf Windparks hat sich in Sachsen-Anhalt bewährt. Diese

Herangehensweise sichere die Nutzung der Windenergie unter gleichzeitiger

Berücksichtigung der Lebensqualität der Bürger.¿ Sachsen-Anhalt liege bei der

Nutzung der Windenergie bundesweit nach wie vor auf einem vorderen Platz,

unterstrich der Landesentwicklungsminister. Mit einer Leistung von 3.014

Megawatt rangiere Sachsen-Anhalt an dritter Stelle im Vergleich der

Bundesländer. Bei der Zahl der Windkraftanlagen (2.079) nehme das Land den 5.

Platz in Deutschland ein. Eine hohe Konzentration von Windenergieanlagen gebe

es in den Landkreisen Börde, Salzlandkreis, Stendal, Anhalt-Bitterfeld und

Mansfeld-Südharz.

 

 

 

Nach Auskunft von Daehre

liegt Sachsen-Anhalt mit rund 32 Prozent auch beim Anteil des

Bruttostromverbrauchs (= Gesamtstromverbrauch in Sachsen-Anhalt ¿

einschließlich von Stromim- und ¿exporten) aus erneuerbaren Energien weit über

dem bundesdeutschen Durchschnitt von derzeit 14,2 Prozent. Dabei nehme die

Nettostromerzeugung (= erzeugter Strom abzüglich des anlagenbedingten

Eigenbedarfs und der Netzverluste) aus Windenergie mit mehr als 70 Prozent in

Sachsen-Anhalt eine dominierende Stellung bei den erneuerbaren Energien ein.

Der Anteil der Photovoltaikanlagen an der Nettostromerzeugung aus erneuerbaren

Energien sei mit 0,5 Prozent eher niedrig, solle aber nach Branchenangaben bis

zum Jahr 2020 spürbar steigen. Der Burgenlandkreis und der Saalekreis sowie der

Landkreis Anhalt-Bitterfeld seien hier die räumlichen Schwerpunkte, erläuterte

der Minister. ¿Die Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere von

Photovoltaikanlagen, unterliegt einem harten Innovationsdruck¿, fügte er hinzu.

Durch Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in neue hochmoderne

Fertigungsanlagen rechne die Branche jedoch mit der Fortsetzung des dynamischen

Wachstums in Sachsen-Anhalt.

 

 

 

 

 

Zu Ihrer Information.

 

 

 

Die Landesregierung

berichtet dem Landtag aller zwei Jahre über aktuelle Themen bzw. Ergebnisse der

Raumbeobachtung in Sachsen-Anhalt. Der vorliegende Bericht über die

demografische Entwicklung Sachsen-Anhalts von 1990 bis zum Jahr 2007 sowie die

Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien wird dem Landtag jetzt

zugeleitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für

Landesentwicklung und Verkehr

Pressestelle

Turmschanzenstraße 30

39114 Magdeburg

Tel: (0391) 567-7504

Fax: (0391) 567-7509

Mail:

presse@mlv.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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