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Verkehrsminister Daehre:
Rübelandbahn fährt seit heute wieder elektrisch

20.04.2009, Magdeburg – 40

  • Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:

040/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung

und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 040/09

 

 

 

Magdeburg, den 17. April 2009

 

 

 

Verkehrsminister Daehre:

Rübelandbahn fährt seit heute wieder elektrisch

 

 

 

Die Rübelandbahn zwischen

Blankenburg und Elbingerode (Landkreis Harz) wird ab heute (17.04.) wieder

elektrisch betrieben. In die umfassende Ertüchtigung der 18 Kilometer langen

Strecke sind in den vergangenen sechs Jahren rund zwölf Millionen Euro investiert

worden, an denen sich das Land mit 3,4 Millionen Euro beteiligt hat.

 

 

 

¿Mit der Wiederaufnahme

des elektrischen Zugbetriebs können jetzt wieder jährlich gut zwei Millionen

Tonnen Kalkstein auf umweltschonende Weise transportiert, zugleich die

Belastung der Straßen und die Lärmbelastung der Anwohner deutlich verringert

werden¿, betonte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre. Mit

der Sanierung der Strecke werde auch dem touristischen Personenverkehr eine interessante

Perspektive eröffnet. In der landschaftlich reizvollen Harzgegend seien u.a. dampflokbespannte

Züge für Wochenendfahrten vorgesehen.

 

 

 

 

 

Hintergrund:

 

 

 

Die ursprünglich rund 30

Kilometer lange Bahnstrecke von Blankenburg über Rübeland und Königshütte bis

nach Tanne wurde im November 1885 unter dem Namen ¿Harzgebirgsbahn¿ eröffnet.

Die Strecke besitzt mehrere Steilrampenabschnitte

von rund 60 Prozent Steigung. Dadurch konnte die Strecke Anfangs nur mit einem

kombinierten Adhäsions- und Zahnstangenbetrieb befahren werden.

 

 

 

Im Jahr 1966 erfolgte die Aufnahme

des Elektrobetriebes, um insbesondere die Abfuhr von Kalkprodukten von den im

Harz ansässigen Kalkwerken zu ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Übernahme der

Strecke durch die Deutsche Bahn standen wirtschaftliche Überlegungen zur

Umstellung auf Diesellokbetrieb im Vordergrund. Darüber hinaus bedrohte der

enorme Verschleiß an Bahnanlagen und technischen Einrichtungen, an denen mehr

als 40 Jahre lang keine Unterhaltungsmaßnahmen erfolgten, letztlich sogar den

Fortbestand der Strecke.

 

 

 

Obwohl das Land nicht

Eigentümerin der Strecke ist und die Zuständigkeit hierfür beim Bund liegt,

bekannte sich die Landesregierung im Jahr 2002 nicht nur zum Fortbestand des

Personen- und Güterverkehrs, sondern hat sich auch für die Beibehaltung des

elektrischen Zugbetriebes eingesetzt.

 

 

 

Der Durchbruch wurde mit

einem Spitzengespräch im März 2003 erreicht, in dem sich das Land sowie die Deutsche

Bahn AG für den Fortbestand des Personen- und des Güterverkehrs auf der Rübelandbahn

zumindest bis zum Jahr 2018 ausgesprochen hatten. Dafür war die Herrichtung der

Strecke erforderlich.

 

 

 

Die Förderung des

Vorhabens erfolgte nach der ¿Richtlinie über die Gewährung zur Förderung von

Investitionen zum Erwerb, Erhalt, Bau und Ausbau von Eisenbahninfrastruktur im

Land Sachsen-Anhalt¿, die 2002 von der Europäischen Kommission erstmalig für

ein Bundesland gebilligt wurde.

 

 

 

Im Jahr 2005 hatte sich

die Bahn dazu entschieden, die Strecke abzugeben und auszuschreiben. Bis dahin

wurden rund 2,4 Millionen Euro vor allem in die Sanierung von Gleisen und

Weichen sowie in den Neubau von Bahnübergängen sowie signaltechnischen Anlagen

investiert. Das Land hatte hierzu rund 800.000 Euro Fördermittel beigesteuert.

 

 

 

Dank intensiver Bemühungen

des Landes konnte mit der Übernahme der Rübelandbahn im Jahr 2006 durch die neu

gegründete Fels-Netz GmbH, einem Tochterunternehmen der Fels-Werke GmbH, eine Lösung

gefunden und darüber auch die Wiederaufnahme des ökologisch sinnvollen

elektrischen Zugbetriebes gesichert werden.

 

 

 

Insgesamt erforderten die

umfangreichen Arbeiten u. a. am Gleisbett, an den technischen Einrichtungen, an

Bahnübergängen, an den Brücken sowie der Umbau des Unterwerkes Blankenburg und

der Neubau der elektrischen Oberleitung Investitionen von insgesamt rund 9,6 Millionen

Euro. Allein von der Fels-Netz GmbH wurden seit 2006 rund 7,2 Millionen

Euro in das Vorhaben investiert. Das Land Sachsen-Anhalt hat sich mit rund 2,6

Millionen Euro beteiligt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Landesentwicklung und

Verkehr

Pressestelle

Turmschanzenstraße 30

39114 Magdeburg

Tel: (0391) 567-7504

Fax: (0391) 567-7509

Mail:

presse@mlv.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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