Planfeststellungsverfahren für
die Rekonstruktion der bestehenden 110 kV-Leitung von Marke nach Dessau/Alten
abgeschlossen
07.04.2009, Halle (Saale) – 23
- Landesverwaltungsamt
Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 023/09
Landesverwaltungsamt -
Pressemitteilung Nr.: 023/09
Halle (Saale), den 7. April 2009
Planfeststellungsverfahren für
die Rekonstruktion der bestehenden 110 kV-Leitung von Marke nach Dessau/Alten
abgeschlossen
Das
Landesverwaltungsamt hat dem Vorhabenträger, der envia Mitteldeutsche Energie
AG (enviaM), das für die Erneuerung der bestehenden Energiefreileitung
erforderliche Baurecht erteilt. Die
enviaM plant, das
Bauvorhaben schnellstmöglich umzusetzen.
Das Vorhaben beinhaltet
die Rekonstruktion einer 110 kV ¿ Freileitung zwischen dem Abschnitt vom
Umspannwerk Marke bis zum Umspannwerk Dessau/ Alten unter Beibehaltung der
Trassenführung. Es umfasst die Anpassung der 110 kV - Freileitung an die
nunmehr erforderlichen Leitungsquerschnitte, verursacht u. a. durch die
größeren Einspeisungen von Windkraftanlagen und den Ersatz aller Masten im
benannten Abschnitt. Die Erneuerung der ca. 5,5 km langen 110 kV ¿ Leitung dient
zusätzlich der Sicherung der Energieversorgung der Stadt Dessau ¿ Roßlau, da im
Falle einer Havarie die Versorgung über diese Leitung erfolgen kann. Der
Planfeststellungsbeschluss sowie die festgestellten Planunterlagen liegen in
der Verwaltung der Stadt Dessau-Roßlau ab sofort und bis zum 20.04.2009 aus und
können zu ortsüblichen Zeiten zwei Wochen eingesehen werden. Wegen der
Einzelheiten wird auf die ortsübliche Bekanntmachung durch die Stadt
Dessau-Roßlau verwiesen.
Hintergrund:
Die Planfeststellung war erforderlich, da die enviaM das
Mastbild (Tonne zu Tanne) verändern und gleichzeitig einzelne Masten
geringfügig erhöhen möchte. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens kam es zu
Bürgerprotesten gegen die Pläne der enviaM. Vor allem viele Anlieger der
Bestandstrasse im Bereich der Damaschkestraße wandten sich gegen die fortdauernde
Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität und die mit der Ausweisung eines sogenannten
Schutzsstreifens einhergehende Beschränkung ihres Eigentums.
Die enviaM ist daraufhin außerhalb des
Planfeststellungsverfahrens in einen Dialog mit den Anwohnern der
Damaschkestraße eingetreten. Im Ergebnis ist es gelungen, einen Konsens
zwischen den Bürgeranliegen und der Notwendigkeit des Netzausbaus zu finden.
Konkret verständigten sich beide Seiten auf eine Änderung der Bauweise der
110-kV-Freileitung. Diese Änderung wurde in das Planfeststellungsverfahren
eingebracht und sieht eine modifizierte Mastkonstruktion und einen zusätzlichen
neuen Mast im Bereich der Maste Nr. 135 und 139 vor. Damit kann in diesem
Bereich eine erhebliche Verringerung der Schutzstreifenbreite erzielt werden.
Somit entfallen im Ergebnis die bislang befürchteten
Grundstücksbeeinträchtigungen.
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