16. Wittenberger Gespräch zur
DDR-Vergangenheit/ Ministerpräsident Böhmer: Aus Irrtümern und Irrwegen der DDR
sind auch Lehren für die Bewältigung der Finanzkrise jetzt zu ziehen
03.04.2009, Magdeburg – 158
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 158/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 158/09
Magdeburg, den 3. April 2009
16. Wittenberger Gespräch zur
DDR-Vergangenheit/ Ministerpräsident Böhmer: Aus Irrtümern und Irrwegen der DDR
sind auch Lehren für die Bewältigung der Finanzkrise jetzt zu ziehen
"Die Irrtümer und Irrwege des 20.
Jahrhunderts dürfen sich nicht wiederholen, wenn wir für das 21. Jahrhundert
den Ordnungsrahmen für die Weltfinanzwirtschaft neu entwerfen wollen. Deshalb
ist es notwendig, dass wir uns mit der Aufarbeitung der DDR auch 20 Jahre nach
dem Fall der Mauer beschäftigen." Das erklärte Ministerpräsident Prof.
Dr. Wolfgang Böhmer heute zur Eröffnung des 16. Wittenberger Gespräches in
der Lutherstadt Wittenberg, das unter dem Titel "Wie war die DDR? Suche nach
der Wahrheit" steht.
Wesensmerkmal der DDR sei eine selektive
Informationspolitik gewesen. Insofern könne Erinnern nur subjektiv sein, so
Böhmer. Deshalb sei es umso wichtiger, die nach dem Zusammenbruch der DDR
gewonnenen Informationen aufzuarbeiten und auch das zur Kenntnis zu nehmen, was
einem nicht gefalle. Der Ministerpräsident: "Es gibt nicht zu
unterschätzende Gruppen, die die DDR gezielt schönreden."
Zum Hintergrund:
Das 16. Wittenberger Gespräch steht in diesem Jahr unter
dem Thema: "Wie war die DDR? Suche nach der Wahrheit". Auf Einladung
von Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer diskutieren rund 250
Gäste aus Politik, Wissenschaft und öffentlichem Leben diese Frage. Referenten
sind: Prof. Dr. Klaus Schroeder (Leiter des Forschungsverbundes
SED-Staat an der FU Berlin), Prof. Dr. André Steiner (Abteilungsleiter
im Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Dr. Henning Friebel
(Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt), Dr. Sebastian Pflugbeil
(Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz), Prof. Dr. Siegfried Lokatis
(Institut für Kommunikations- und Medienwirtschaft), Konrad Weiß
(Publizist), Prof. Dr. Heiner Lück (Juristische Fakultät der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg).
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Sachsen-Anhalt
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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