Ministerpräsident Böhmer:
Finanzielle Hilfen des Staates müssen soziale Marktwirtschaft stärken
31.03.2009, Magdeburg – 152
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 152/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 152/09
Magdeburg, den 31. März 2009
Ministerpräsident Böhmer:
Finanzielle Hilfen des Staates müssen soziale Marktwirtschaft stärken
¿Die Maßnahmen des Staates in der Finanzkrise müssen sich
daran messen lassen, ob sie die soziale Marktwirtschaft langfristig sichern.
Eine Maßnahme kann auch dann sinnvoll und notwendig sein, wenn sie nicht der
reinen Lehre entspricht, aber gleichwohl zum Erhalt dieser Werteordnung
beiträgt.¿ Das sagte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer gestern Abend
beim Workshop der Chemie-Sozialpartner ¿Konsequenzen aus der Krise ¿ Der
regulierende Staat in der Sozialen Marktwirtschaft¿ in Lutherstadt Wittenberg.
Zum Rettungsschirm für die Banken sieht Böhmer keine Alternative.
Das Bankensystem sei die Lebensader für die gesamte Wirtschaft. Unabhängig
davon, ob die Banken durch eigene Schuld in die Notlage gekommen seien, müsse
der Staat helfen.
Die staatlichen Aktivitäten im Bankenbereich hätten auch
zu Begehrlichkeiten in der Wirtschaft geführt. ¿Es ist richtig, dass die
Bundesregierung eine klare Linie zwischen Banken und Unternehmen zieht. Mit dem
Hinweis auf Gleichbehandlung könnten reihenweise Firmen nach Geld rufen, wenn
der Damm erst einmal gebrochen ist. In keinem Fall dürfen staatliche Hilfen zum
Wettbewerbsfaktor werden¿, mahnte der Regierungschef an.
Neben der ordnungspolitischen Problematik müssten Bund und
Länder auch auf die finanzpolitischen Auswirkungen von Staatshilfen achten, so
Böhmer. ¿In der Krise müssen wir eine höhere Neuverschuldung gegebenenfalls in
Kauf nehmen. Gerade jetzt spüren wir jedoch, wie wichtig ein starker,
handlungsfähiger Staat ist. Wir müssen uns deshalb verpflichten, die
Konsolidierungspolitik nach der Krise konsequent fortzusetzen.¿
Hintergrund
Gemeinsam mit dem Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik
haben die Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie (IG BCE) und der Bundesarbeitgeberverband
Chemie (BAVC) im Juli 2007 einen Diskussionsprozess zum verantwortlichen
Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft gestartet. Ziel dieses Prozesses ist
es, die Soziale Marktwirtschaft fester in der Gesellschaft zu verankern sowie
die Chemie-Sozialpartnerschaft zu stärken und weiterzuentwickeln.
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Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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