Ziel der Landesregierung:
Schnelles Internet bis Ende 2010 für alle
Robra: Mittel aus Konjunkturpaket II nutzen ? Hövelmann: Vergleichbare
Zugangsmöglichkeiten in Stadt und Land schaffen
11.03.2009, Magdeburg – 118
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 118/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 118/09
Magdeburg, den 11. März 2009
Ziel der Landesregierung:
Schnelles Internet bis Ende 2010 für alle
Robra: Mittel aus Konjunkturpaket II nutzen ¿ Hövelmann: Vergleichbare
Zugangsmöglichkeiten in Stadt und Land schaffen
Die
Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass jedem Unternehmen und allen
Haushalten in Sachsen-Anhalt möglichst bis Ende 2010 ein schneller
Internet-Zugang mit mindestens einem Megabit pro Sekunde zur Verfügung steht.
Dies bekräftigte Staatsminister Rainer Robra heute auf dem Breitband-Gipfel in
Magdeburg.
Auf
dem Gipfel in der Staatskanzlei diskutierten über 160 Kommunalvertreterinnen
und Kommunalvertreter mit Experten aus Politik und Wirtschaft, wie die noch
bestehenden Lücken im Netz, die es sowohl in dünn besiedelten Regionen als auch
in den Städten gibt, möglichst rasch geschlossen werden können.
Staatsminister
Rainer Robra kündigte an, dass auch Mittel aus dem Konjunkturpaket II ¿für
einen massiven Ausbau der Breitbandversorgung genutzt werden sollen¿. Er
stellte für die Jahre 2009/2010 Fördermittel im ¿zweistelligen
Millionenbereich¿ in Aussicht. Die konkrete Summe hänge von den Entscheidungen
des Landtages über den Nachtragshaushalt 2009 und den Doppelhaushalt 2010/2011
ab. Unter anderem will das Land die Förderung attraktiver machen und den
Eigenanteil für die Kommunen auf maximal 12,5 Prozent begrenzen. Die
Breitbandversorgung sei inzwischen zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor
geworden, fügte der Chef der Staatskanzlei hinzu. Unternehmen wie Privathaushalte
seien auf eine vernünftige Anbindung angewiesen.
Innenminister
Holger Hövelmann appellierte, für die Überwindung der ¿digitalen Spaltung¿,
also der noch bestehenden unterschiedlichen Teilhabe an den modernen
Kommunikationsmöglichkeiten, sei ein koordiniertes Vorgehen von Land, Kommunen
und Telekommunikations- sowie IT-Unternehmen notwendig: "Der Verfassungsauftrag
zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse bedeutet auch, dass in Stadt
und Land vergleichbare Zugangsmöglichkeiten zu schnellen Datennetzen und zu
öffentlichen Netzinhalten bestehen müssen. Gerade jetzt müssen wir in diesen
Aspekt von Zukunftsvorsorge und Zukunftsgestaltung investieren."
Klement
Gutmann, Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Sachsen-Anhalt,
sagte, ¿DSL ist für Unternehmer ökonomisch eine Selbstverständlichkeit¿ und
ebenso wichtig wie Wärme, Abwasser und Strom.
Marcus
Isermann, Leiter der politischen Interessenvertretung und Netzzugang, Deutsche
Telekom, versprach: ¿Die Branche nimmt die Herausforderung an.¿ Die ¿Telekom
habe in Sachsen-Anhalt für den Ausbau des Breitbandnetzes 20 Kooperations- und
14 Joint-Venture-Verträge abgeschlossen. Isermann kündigte an, sein Unternehmen
werde mit den Landkreisen und Kommunen eng zusammenarbeiten.
Prof.
Ulrich Fischer-Hirschert berichtete von der Vor-Ort-Initiative ¿Breitbandregion
Harz¿. Auch wissenschaftliche Institutionen können ohne schnelles Internet
nicht leben, sagte Fischer-Hirschert, der an der Hochschule Harz lehrt. Zudem
empfahl er die Einrichtung eines Breitbandzentrums für das Land Sachsen-Anhalt.
Dirk
Bartens, Vorsitzender des Verbandes der IT- und Multimedia-Industrie
Sachsen-Anhalt bot allen Beteiligten Hilfe an. ¿Pfiffige Lösungen sind
gefragt¿, sagte er. Wichtig sei zudem die Kooperation mit Hochschulen und
anderen Bildungseinrichtungen.
Impressum:
Staatskanzlei
des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail:
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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