Menu
menu

Erfolgreiches Projekt zur
Berufsfrühorientierung wird fortgesetzt
Perspektiven geben, Fachkräfte sichern: Land und Arbeitsagentur setzen weiter
auf BRAFO

26.02.2009, Magdeburg – 36

  • Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 036/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Wirtschaft und

Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 036/09

 

 

 

Magdeburg, den 26. Februar 2009

 

 

 

Erfolgreiches Projekt zur

Berufsfrühorientierung wird fortgesetzt

Perspektiven geben, Fachkräfte sichern: Land und Arbeitsagentur setzen weiter

auf BRAFO

 

 

 

BRAFO

geht in die zweite Runde: Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff,

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz sowie der Vorsitzende der

Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der

Bundesagentur für Arbeit, Max-Volker Dähne, gaben heute in der Magdeburger Sekundarschule

¿Heinrich Heine¿ den offiziellen Startschuss für die zweite Förderrunde.

 

 

 

BRAFO

( B erufswahl R ichtig A ngehen F rühzeitig

O rientieren) ist eine bundesweit einmalige

Gemeinschaftsinitiative des Landes Sachsen-Anhalt und den Agenturen für Arbeit zur frühzeitigen Berufsorientierung. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler des

7. und 8. Schuljahrganges der Sekundar- und Gesamtschulen, die im Rahmen des

Lernortwechsels an jeweils vier Praxistagen während der Unterrichtszeit

unterschiedliche Berufsfelder erkunden können. Für Schülerinnen und Schüler mit

besonderem Unterstützungsbedarf können fünftägige Praktika in Unternehmen mit

sozialpädagogischer Begleitung vereinbart werden. Träger des landesweiten

Projektes sind regionale Bildungszentren.

 

 

 

BRAFO

startete im September 2007 landesweit an nahezu allen Sekundar- und

Gesamtschulen. Rund 14.700 Schülerinnen und Schüler waren in der ersten

Förderphase beteiligt. ¿Eine qualifizierte Berufswahl ist das Ergebnis eines

sorgfältigen Entscheidungsprozesses, der deshalb frühzeitig beginnen und

kontinuierlich begleitet werden muss¿, sagte Kultusminister Olbertz. ¿Die

Auswertung der ersten Förderphase hat gezeigt, dass BRAFO der richtige Weg ist,

um Jugendliche frühzeitig und systematisch an die Berufswahl heranzuführen¿,

betonten Haseloff und Dähne. ¿Die landesweiten Befragungen von Schülerinnen und

Schülern, Lehrkräften und Projektträgern haben jedoch auch

Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, die nun umgesetzt werden¿, fügte

Haseloff hinzu. Die wichtigste Änderung sei die Neustrukturierung der

bisherigen Berufsfelder.

 

Haseloff:

¿Wir mussten feststellen, dass bereits im 7. Schuljahrgang sehr fest geprägte

Berufsbilder existieren. Jungen

wählten verstärkt Berufe aus den Bereichen Metall/ Elektro/ Installationstechnik

und Bau/ Holz/ Farbe/ Raumgestaltung. Mädchen suchten sich dagegen die

Berufsfelder Gesundheit/ Soziales/ Kosmetik/ Körperpflege sowie Hotel/

Gaststätten/ Hauswirtschaft/ Ernährung aus. Dagegen wurden Berufe in der

industriellen Fertigung kaum angestrebt.¿ Deshalb seien die Berufsfelder in die

vier Kategorien ¿Dienstleistungs- und

Logistikberufe¿, ¿Verwaltungs- und Sozialberufe¿, ¿gewerblich-technische

Berufe¿ sowie ¿Bauhandwerk/Grüne Berufe¿

eingeteilt worden. ¿Um Interesse für

ein möglichst breites Berufswahlspektrum zu wecken, muss jede Schülerin und

jeder Schüler im Rahmen der Interessenerkundung ab sofort aus allen vier

Kategorien jeweils einen Beruf auswählen¿, begründete Haseloff. ¿Damit wollen

wir den Jugendlichen zeigen, dass es mehr als die geschlechtertypischen

Mainstream-Berufe wie Kfz-Mechatroniker oder Bürokauffrau gibt und so auch

dem Fachkräftemangel bei weniger populären Berufen entgegenwirken.¿

 

 

 

Die

Neuaufteilung der Berufsfelder werde vom Kultusministerium unterstützt, sagte

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz. ¿Da auch künftig nicht jeder

seinen Traumberuf ergreifen kann¿, so Olbertz, ¿sollten die Schülerinnen und

Schüler eine breite Berufspalette kennen lernen. Außerdem müssen verstärkt auch

Mädchen für handwerklich-technische Berufe gewonnen werden.¿ Olbertz plädierte

dafür, das BRAFO-Projekt eng in das schulische Konzept der

Berufswahlvorbereitung einzuarbeiten, denn die bisherigen Erfahrungen zeigen,

dass BRAFO dazu beiträgt, den Blick der Jugendlichen über die schon bestehenden

Interessen hinaus zu richten. Am Ende müssten Interesse und Leidenschaft an der

Schnittstelle von Schule und Arbeitswelt geweckt werden.

 

 

 

Damit

Jugendliche die für sie richtige Berufswahl treffen können, benötigen sie viele

Erfahrungen. ¿Ob nun in Krisenzeiten oder nicht: eine fundierte Ausbildung in

einem Beruf, der einem gefällt, ist die beste Risikoversicherung gegen

Arbeitslosigkeit. Eine frühzeitige Berufsorientierung bildet dabei den

Schlüssel, um künftig Ausbildungsabbrüche zu vermeiden¿, sagte Dähne. ¿Ein

Praktikum in einem Unternehmen ist heutzutage schon fast unumgänglich¿ Hier

hofft Dähne auch viel stärker auf den Zuspruch der Eltern, die ihre Sprösslinge

dabei unterstützen sollten, auch einen Teil ihrer freien Zeit für ein Praktikum

zu nutzen. ¿Mit einem Praktikum in den

Ferien eröffnet man den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig realistische

Einblicke in die Unternehmen der Region und ebnet dadurch auch den Weg zu einem

Ausbildungsplatz¿, empfiehlt Dähne.

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit

Pressestelle

Hasselbachstr. 4

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567 - 43 16

Fax: (0391) 567 - 44 43

Mail:

pressestelle@mw.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierungdes Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hasselbachstr. 4

39104 Magdeburg

Tel.: +49 391 567-4316

Fax: +49 391 567-4443E-Mail: presse@mw.sachsen-anhalt.deWeb: www.mw.sachsen-anhalt.deTwitter: www.twitter.com/mwsachsenanhaltInstagram: www.instagram.com/mw_sachsenanhalt