Haseloff zum Arbeitsmarktbericht
Februar:
Arbeitsmarkt noch robust: Leichter Anstieg der Arbeitslosenzahlen vorrangig
saisonal bedingt
26.02.2009, Magdeburg – 35
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 035/09
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 035/09
Magdeburg, den 26. Februar 2009
Haseloff zum Arbeitsmarktbericht
Februar:
Arbeitsmarkt noch robust: Leichter Anstieg der Arbeitslosenzahlen vorrangig
saisonal bedingt
¿Sachsen-Anhalt ist derzeit von den
wirtschaftlichen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise noch geringer
betroffen als andere Bundesländer¿, kommentierte Wirtschaftsminister Dr. Reiner
Haseloff die heute veröffentlichten Arbeitslosenzahlen. ¿Der leichte Anstieg
der Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte ist saisonal durchaus üblich.
Deutlich positiv ist, dass wir im Vergleich zum Vorjahresmonat aktuell 14.600
Arbeitslose weniger haben sowie insgesamt die geringste
Februar-Arbeitslosigkeit seit 1992 verzeichnen können.¿ Auch die im Vergleich
zu anderen ostdeutschen Bundesländern teilweise deutlich geringere Anzahl der
Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit zeige, dass die abschwächende Konjunktur
in Sachsen-Anhalt bislang noch nicht voll auf den Arbeitsmarkt durchschlage.
Von einer Entwarnung könne aber nicht die Rede
sein. Haseloff: ¿Es ist eine erfreuliche Momentaufnahme, dass das von vielen
Experten für den Arbeitsmarkt prognostizierte Krisenszenario noch nicht
eingetreten ist. Es erfordert aber die Nutzung aller Kräfte und Möglichkeiten,
damit sich dieser Trend fortsetzen kann. Höchste Priorität für die
Landesregierung hat deshalb weiterhin der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze
und Unternehmensstandorte. Ein wichtiger Beitrag dafür: Das
Wirtschaftsministerium wird den schnellen Abfluss der Mittel aus dem
Konjunkturprogramm des Bundes begleiten, um sicherzustellen, dass zusätzliche
Aufträge möglichst schon in der ersten Jahreshälfte Wirkung entfalten. Um dies
zu unterstützen, werden in den kommenden Wochen landesweit flächendeckend
Beratungen mit kommunalen Baubehörden zu den geänderten Vergaberichtlinien
stattfinden¿, kündigte Haseloff an. Hintergrund ist die für die Jahre 2009 und
2010 befristete Anhebung der Schwellenwerte für beschränkte Ausschreibungen und
freihändige Vergaben auf jetzt eine Million bzw. 100.000 Euro. Diese Änderung
gilt für alle öffentlichen Projekte.
Arbeitslosenquoten
Februar 09
Januar 09
Februar 08
bezogen
auf alle zivilen Erwerbspersonen
Sachsen-Anhalt
14,8
14,6
15,8
Berlin
14,4
14,2
15,0
Brandenburg
13,8
13,6
14,7
Mecklenburg-Vorpommern
15,5
15,4
16,3
Sachsen
14,0
13,7
14,5
Thüringen
12,6
12,3
13,0
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
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