Schulen bereiten sich auf neuen
Warnstreik vor
24.02.2009, Halle (Saale) – 13
- Landesverwaltungsamt
Landesverwaltungsamt - Pressemitteilung Nr.: 013/09
Landesverwaltungsamt -
Pressemitteilung Nr.: 013/09
Halle (Saale), den 24. Februar
2009
Schulen bereiten sich auf neuen
Warnstreik vor
Schulleitungen stehen als Ansprechpartner zur Verfügung
Auch in dieser Woche
sollen in Sachsen-Anhalt Warnstreiks im öffentlichen Dienst stattfinden. Davon
werden nach Ankündigung der Lehrergewerkschaft GEW auch Schulen betroffen sein.
Wie bereits im Vorfeld der Warnstreiks vom 12. und 13. Februar 2009 werden auch
jetzt alle Schulen aufgefordert, die Betreuung der Schülerinnen und Schüler
unbedingt sicherzustellen und nach besten Möglichkeiten den Unterricht
fortzuführen. Die Eltern sollen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder
in der Schule gut aufgehoben sind. Das Landesverwaltungsamt als Schulbehörde
steht mit den Schulen in Kontakt, um im Zweifelsfall mit Aufsichts- und
Betreuungspersonal auszuhelfen. Gerade in den letzten Tagen hat der
Staatssekretär im Kultusministerium Winfried Willems in einem Schreiben an den
Landeschef der GEW Thomas Lippmann deutlich gemacht, dass nur in dann nicht zu
lösenden Einzelfällen die Schulleitung vollverantwortlich über stunden- klassen
oder jahrgangsweise Unterrichtsausfälle entscheidet.
Die Schulen - und nicht
die Gewerkschaften - informieren nach Möglichkeit die Eltern in üblicher Form,
wenn solche Ausfälle organisatorisch trotz der gemeinsamen Anstrengungen nicht
bewältigt werden können. Besorgte Eltern können selbstverständlich in der
Schule weitere Informationen erhalten.
Hintergrund
Die von der
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) 2006 vereinbarten
Arbeitskampfrichtlinien legen fest, dass im Schulbereich Notdienstarbeiten zu
verrichten sind. Es ist Aufgabe der Schulen, den Schulbetrieb angemessen zu
organisieren und die notwendigen Notdienste anhand der vorhandenen Kapazitäten
einzurichten, um den Unterricht - zumindest aber eine Betreuung der
Schülerinnen und Schüler - im Sinne des Schulgesetzes während der
Arbeitskampfmaßnahmen abzusichern. Darauf verweist Staatssekretär Willems
ausdrücklich in seinem Schreiben an GEW-Chef Lippmann. Er macht weiterhin
deutlich, dass gerade im Hinblick auf die aktuellen schulischen Schwerpunkte
wie beispielsweise die Vorabitur-Klausuren an Gymnasien, die in dieser Zeit
ebenfalls stattfindenden Eignungsfeststellungen in den Grundschulen oder die
Sicherstellung der verlässlichen Öffnungszeiten an Grundschulen bei den
Streikmaßnahmen Berücksichtigung finden sollten und das Wohl der Schülerinnen
und Schüler nicht aus dem Blick verloren werden darf. Dabei sollte das Handeln
aller am Tarifstreit Beteiligten durch Verantwortung und Augenmaß bestimmt
sein.
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