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Neues EU-Pflanzenschutzrecht auf
Obstbautag in Hettstedt diskutiert
Wernicke: EU will Gesundheit und Umwelt besser schützen

19.02.2009, Magdeburg – 19

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

019/09

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 019/09

 

 

 

Magdeburg, den 18. Februar 2009

 

 

 

Neues EU-Pflanzenschutzrecht auf

Obstbautag in Hettstedt diskutiert

Wernicke: EU will Gesundheit und Umwelt besser schützen

 

 

 

Hettstedt. Mit der Neuregelung des EU-Pflanzenschutzrechts wird sich

der Bedarf an der Beratung und Betreuung landwirtschaftlicher Unternehmen erhöhen.

Darauf verwies Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke heute in Hettstedt bei

den Obstbautagen Sachsen-Anhalt 2009. Die Zeit bis zum Inkrafttreten dieser

Regelungen in zwei Jahren muss von allen Betroffenen gut genutzt werden, um die

dann geltenden Bedingungen erfolgreich bewältigen zu können. Sie betont, das

ist nicht nur eine Aufgabe der staatlichen Stellen. Diese würden aber als

Ansprechpartner für die landwirtschaftlichen Unternehmen bereitstehen. Die

Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern beim Pflanzenschutzdienst in den Ämtern für

Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) habe sich bereits in der

Vergangenheit bewährt. Im ALFF Süd sei deshalb erst vor kurzem die Stelle des

Spezialbraters für Pflanzenschutz im Wein-, Obst- und Gemüseanbau wieder

besetzt worden, so die Ministerin.

 

Wernicke hat die Neuregelung des EU-Pflanzenschutzrechts als

einen tragfähigen Kompromiss bezeichnet. Sie sieht in der nun vorliegenden

Verordnung einen Beitrag zur EU-weiten Harmonisierung der Anwendung von

Pflanzenschutzmitteln und damit von vergleichbaren Standards. Wernicke: ¿Die

neue EU-Verordnung berücksichtigt den Schutz der menschlichen Gesundheit und

der Umwelt ebenso wie die Interessen einer nachhaltigen Landwirtschaft.¿ Sie

erinnerte daran, dass es zwischenzeitlich so ausgesehen hatte, als ob der

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Frage gestellt werden würde. Die neuen

Rechtsvorschriften sicherten den vergleichbaren verantwortungsvollen Einsatz

von Pflanzenschutzmitteln auf hohem Niveau.

 

Sie machte deutlich, dass die bestehenden

Rechtsvorschriften insbesondere im Hinblick auf die Zulassungsverfahren verbessert

und vereinfacht werden. Die neue Verordnung enthalte zwei entscheidende

Bewertungsansätze. Dabei werden die Wirkstoffe der Pflanzenschutzmittel

Gefahren und Risiko basierend für die Zulassung bewertet. Nach Wernickes Überzeugung

wird das dazu führen, dass einige Wirkstoffe künftig nicht mehr verwendet

werden dürfen. Es sei aber

davon auszugehen, dass die chemische Industrie verstärkt daran arbeiten werde, den Anforderungen an mehr

Verbraucher- und Umweltschutz zu entsprechen, so die Ministerin. Wernicke: ¿Sicherheit

muss beim Einsatz von Pflanzenschutzmittel vor allem anderen Vorrang

haben."

 

Die Obstbautage Sachsen-Anhalt 2009 finden vom 17. bis

18.02.2009 im Kolping-Berufsbildungswerk Hettstedt (A.-Kolping-Str. 1 in 06333

Walbeck) statt. Sie werden in Zusammenarbeit der Landesfachgruppe Obstbau Sachsen-Anhalt

im Landesverband Gartenbau Sachsen-Anhalt e.V. mit der Martin-Luther-Universität

Halle- Wittenberg (Institut für Agrar- u. Ernährungswissenschaften), der

Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) und der Saale

Obst Erzeuger- und Absatzgenossenschaft e.G. durchgeführt.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

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