Bullerjahn und Daehre:
Sachsen-Anhalt investiert rund 417 Millionen in die Infrastruktur des Landes
17.02.2009, Magdeburg – 82
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 082/09
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 082/09
Magdeburg, den 17. Februar 2009
Bullerjahn und Daehre:
Sachsen-Anhalt investiert rund 417 Millionen in die Infrastruktur des Landes
Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise
stellt Sachsen-Anhalts Landesregierung in diesem Jahr rund 377 Millionen Euro
für Investitionen in die Infrastruktur bereit. ¿Die dafür notwendigen
Haushaltsmittel im Ressortbereich Landesentwicklung und Verkehr sind in voller
Höhe verfügbar und können jetzt für die Umsetzung geplanter Projekte eingesetzt
werden¿, teilte Finanzminister Jens Bullerjahn heute nach der Kabinettssitzung
in Magdeburg mit. Hinzu kämen für diesen Bereich rund 40 Millionen Euro aus dem
so genannten Konjunkturpaket II. Damit könnten wichtige Maßnahmen eher
realisiert, die Wirtschaft belebt und Arbeitsplätze gesichert werden, betonte
der Finanzminister.
Bau- und Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre bezeichnete
die Freigabe der Landesprogramme als wichtige Voraussetzung für die Nutzung von
Mitteln aus dem Konjunkturpaket II. ¿Bevor wir zusätzliche Gelder in Anspruch
nehmen, müssen wir erst einmal unsere Hausaufgaben machen und dafür sorgen,
dass die von uns selbst geplanten Programme ordentlich umgesetzt werden
können¿, sagte er. Nur so könnten die mit dem Konjunkturpaket angestrebten
Synergieeffekte bei der wirtschaftlichen Belebung auch erreicht werden.
Nach Auskunft von Daehre stehen in seinem Ressortbereich
rund 100 Millionen Euro für den Bereich der Städtebauförderung zur Verfügung.
Allein für Maßnahmen im Rahmen des Programms ¿Stadtumbau Ost¿ seien
44,6 Millionen Euro vorgesehen. Rund zwei Drittel dieses Geldes würden für
Aufwertungsmaßnahmen und hier bevorzugt für Projekte im Rahmen der
Internationalen Bauausstellung 2010 verwendet. Mit den restlichen Mitteln soll
der Rückbau dauerhaft leer stehender Wohnungen finanziert werden. Die Gelder
für den Stadtumbau würden zudem mit 25 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket
II verstärkt.
Für Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen (¿Innerstädtische
Sanierungsgebiete¿ und ¿Aktive Stadt- und Ortsteilzentren¿) können nach den
Worten von Daehre rund 20 Millionen Euro eingesetzt werden. Mit dem Geld
soll beispielsweise das Roland-Kaufhaus in Haldensleben umgebaut und der Klosterplatz
in der Lutherstadt Eisleben saniert werden.
Der Denkmalschutz werde mit rund 28,5 Millionen
Euro gefördert, sagte Daehre. Das Geld sei u. a. für Sicherungsmaßnahmen am
Schlossberg von Quedlinburg vorgesehen (rd. 500.000 Euro). Außerdem werde das
Wassertouristische Zentrum mit Hafenanlage in Tangermünde pünktlich zur
1000-Jahr-Feier der Stadt fertig gestellt (300.000 Euro). Eines der größten
Vorhaben mit Gesamtkosten von rund 2,8 Millionen Euro sei die Sanierung des
Marktplatzes in Weißenfels.
Wie Daehre weiter sagte, sind rund 6,5 Millionen Euro für
Projekte im Rahmen des Programms ¿Soziale Stadt¿ vorgesehen. Mit den
Geldern würden zum Beispiel investive Maßnahmen in den Bereichen
Bürgermitwirkung, Lokale Wirtschaft, Arbeit und Beschäftigung sowie für die
Entwicklung der sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Infrastruktur in
den Kommunen gefördert. Hinzu kämen rund 25 Mio. EUR aus dem Investitionspakt
zur energetischen Sanierung sozialer Infrastruktur ¿ dazu gehören z.B. Schulen
und Kindertagesstätten.
Für öffentliche Hochbaumaßnahmen stehen
laut Daehre rund 151 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen rund 72
Millionen Euro auf den Neubau und die Modernisierung von Hochschuleinrichtungen.
Die Mittel werden u.a. für den Neubau des Geistes- und sozialwissenschaftlichen
Zentrums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingesetzt, für den
Gesamtkosten von rund 52,5 Millionen Euro veranschlagt sind. Hier werden auf
einer Gesamtfläche von 13.600 Quadratmetern neben einer Bibliothek u.a.
Hörsaal- und Seminarflächen entstehen.
Rund 79 Millionen Euro investiert das Land in
den so genannten Ressortbau , also in Gebäude, die Eigentum des Landes
sind. Dieses Geld
steht u.a. für die Sanierung und den Umbau der ehemaligen Artilleriekaserne für
das Landeshauptarchiv Magdeburg (Gesamtkosten rd. 23,8 Mio. ¿) zur Verfügung.
Mit der Realisierung dieses Vorhabens in der Brückstraße wird ein wichtiger
Beitrag zur städtebaulichen Aufwertung des östlichen Stadtgebietes von Magdeburg
geleistet.
Im Bereich des Straßenbaus
will das Land in diesem Jahr rund 125,5 Millionen Euro ausgeben. Davon
entfallen auf den Neubau und die Sanierung von Landesstraßen und Radwegen
entlang dieser Straßen rund 49,5 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Vorhaben
zählen dabei:
-
L 164n Halle-Neustadt (Bahnbrücke),
-
L 65 Calbe ¿ Gärtnerei,
Brücke über den Schienenweg,
-
L 49 Radweg Magdeburg ¿
Niederndodeleben,
-
L 203 Saalebrücke Saaleck.
Rund 44,6 Millionen Euro stehen
nach Auskunft von Daehre für den Ausbau und die Sanierung des kommunalen
Straßennetzes zur Verfügung.
Mit Landesmitteln in Höhe von rund
31,3 Millionen Euro sollen Baumaßnahmen an Bundesfernstraßen mit einem Volumen
von insgesamt mehr als 220 Millionen Euro umgesetzt und weitere Maßnahmen für
die Folgejahre vorbereitet werden. Beispielhaft nannte der Verkehrsminister:
-
B 188 ¿ Bau der
Ortsumfahrung (OU) Oebisfelde,
-
B 81 ¿ Ausbau der Strecke
Egeln Nord bis zur B 246 a,
-
B 6n ¿ Planungsabschnitt
14 ¿ Bau der OU Bernburg,
-
B 176 ¿ Bau der OU
Weißenfels/Nord.
Vorbereitet werden die Nordverlängerung der A14 von
Magdeburg über Wittenberge bis Wismar sowie die OU Bad Kösen im Zuge der Bundesstraße
B87.
Neben den zusätzlichen 25 Millionen Euro für den
¿Stadtumbau Ost¿ stehen für den Ressortbereich Landesentwicklung und Verkehr
weitere 15 Millionen aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung. Die
Mittel sollen u.a. für
-
Lärmschutzmaßnahmen an
kommunalen Straßen (rd. 8,1 Mio. ¿),
-
Baumaßnahmen an Häfen und an
Verkehrslandeplätzen (rd. 1,5 Mio. ¿) und das
-
anwendungsorientierte
Verkehrsforschungsprojekt ¿Galileo¿ (rd. 1 Mio. ¿)
eingesetzt werden.
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Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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